Einfacheres Produktdatenmanagement, intelligentere Workflows und mehr Automatisierung

Weniger manuelle Arbeit, intelligentere Workflows und mehr Freiheit bei der Integration: Das Release Q3/2026 bringt zahlreiche Neuerungen, die den Arbeitsalltag mit Produktdaten spürbar vereinfachen. Mit Funktionen, die nicht nur mehr können, sondern Ihnen vor allem mehr Arbeit abnehmen.
Das Release Q3/2026 in drei Sätzen:

  • Produktdaten finden und pflegen: Suche, Kategorien, Sprachen und Einheiten nehmen im Alltag Klicks ab.
  • Workflows: schlanker und bereit für KI: Workflows starten nur noch, wenn sie gebraucht werden, und AI-Ergebnisse landen in einem Schritt im Produkt.
  • Offen für Shop, ERP und KI-Assistenten: Mit Webhooks und GraphQL öffnet sich ATAMYA Product Cloud weiter für die Systeme und Assistenten, mit denen Sie ohnehin arbeiten.

 

Produktdaten finden und pflegen

Was Ihr Team sofort merkt: weniger Klicks beim Suchen, Ordnen und Pflegen.

Überarbeitete Suche: schneller finden, sortieren und pflegen

Ihr Vorteil: Ihr Team findet Produktdaten und Lücken wie fehlende Bilder selbst, ohne eine Abfragesprache lernen zu müssen.

Weniger Klicks, mehr Überblick: Die neue Suche in ATAMYA macht das Finden, Filtern und Bearbeiten von Produktdaten einfacher und intuitiver. Die Suche ist aus dem Header in den Inhaltsbereich gewandert: breiter, sichtbarer, und ohne den Wechsel zwischen einfacher Suche und Query-Suche. Beides ist jetzt ein Feld.

  • Autovervollständigung mit Erklärung: Jeder Operator wird in Klartext erklärt. Bei Referenzen, Auswahlwerten und Datumsfeldern schlägt die Suche passende Werte direkt vor.
  • Eine Suche, alle Datensprachen: Die Volltextsuche findet Produktinformationen sprachübergreifend, unabhängig davon, in welcher Datensprache sie gepflegt wurden.
  • Kriterien kombinieren, gruppieren, bearbeiten: Auch komplexe Abfragen bleiben lesbar und lassen sich nachträglich anpassen.
  • Fehlende Bilder? Sofort gefunden: Mit der Abfrage „Medienattribut ist (nicht) leer“ erkennen Sie auf einen Blick, wo Medien fehlen.

 

Eine Datenbasis, beliebig viele Kategoriebäume

Ihr Vorteil: Shop, Katalog und Vertrieb bekommen jeweils ihre eigene Ordnung aus einem einzigen Datenstand, ohne Kopien und ohne doppelte Pflege.

Ein Produkt gehört selten nur an eine Stelle. Der Shop sortiert nach Anwendung, der Print-Katalog nach Warengruppe, der Vertrieb nach Kundensegment. In ATAMYA Product Cloud ordnen Sie dasselbe Objekt jetzt gleichzeitig in mehrere Kategoriebäume ein.

Man kann sich das wie eine Bibliothek vorstellen, die ein Buch in mehreren Katalogen führt: nach Autor, nach Thema, nach Epoche. Das Buch steht trotzdem nur einmal im Regal.

  • Mehrfachzuordnung: Ein Produkt in mehreren Kategorien, mehrere Produkte auf einmal in eine Kategorie.
  • Domänenübergreifend: Ein Kategoriebaum kann Objekte aus mehreren Domänen gleichzeitig strukturieren.
  • Nahtlos integriert: Kategorien sind durchsuchbar, im- und exportierbar und werden mit Shopware synchronisiert.

 

Mehr Sprachen, mehr Möglichkeiten

Ihr Vorteil: Teams in weiteren Ländern arbeiten in ihrer eigenen Sprache, und regionale oder interne Sprachfassungen brauchen keinen Umweg mehr.

Internationale Teams, internationale Produktdaten: Die ATAMYA Product Cloud wird noch multilingualer. Die Oberfläche gibt es jetzt zusätzlich auf Französisch, Niederländisch, Portugiesisch, Italienisch und Spanisch. Oberflächensprache und Datensprache bleiben dabei getrennt: Ihr Team arbeitet auf Französisch, die Produktdaten liegen auf Japanisch.

Neu sind außerdem Custom Languages. Sie legen eigene Sprachcodes für Datensprachen an, auch wenn diese nicht in der Standardliste stehen – etwa für regionale Varianten oder interne Sprachfassungen.

 

Maßeinheiten pflegen. Jetzt auch per Excel.

Ihr Vorteil: Statt jede Einheit einzeln anzulegen, pflegen Sie alle in einer Tabelle. Damit lässt sich das komplette Datenmodell im- und exportieren.

Maßeinheiten mussten bisher einzeln angelegt werden. Jetzt exportieren Sie sie als Excel-Datei, bearbeiten Einheiten und Umrechnungsregeln dort und importieren sie wieder. Ein Importbericht zeigt, was geklappt hat und was nicht.

Praxis-Tipp: Importieren Sie zuerst die Maßeinheiten und anschließend das Datenmodell. So stimmt die Reihenfolge von Anfang an.

 

Workflows: schlanker und bereit für KI

Drei Neuerungen machen Workflows schlanker – und die KI-Schritte darin direkter.

Auswahlwerte lesbar im Workflow

Ihr Vorteil: AI-Agenten und Workflows arbeiten mit echten Werten statt mit internen IDs. Das heißt schlankere Prompts, weniger Mapping-Aufwand und weniger Fehlerquellen.

Bei Auswahlfeldern liefern Workflow-Ausdrücke jetzt den gepflegten Wert statt nur der internen Options-ID. Sie wählen die Sprache, zum Beispiel „en-GB“, und können ID und Wert auch kombiniert ausgeben: lesbar für Menschen, eindeutig für Systeme.

Besonders wertvoll für KI-gestützte Prozesse: Ein AI-Agent, der direkt mit „Baumwolle“ statt mit „opt_4711“ arbeitet, benötigt keine zusätzliche Übersetzungstabelle im Prompt.

 

Viele Merkmale in einem Schritt speichern

Ihr Vorteil: KI-Ergebnisse landen in einem Schritt im Produkt – mit weniger Systemlast und einer übersichtlichen Änderungshistorie.

Weniger Einzelschritte, effizientere Workflows: Mit den zwei neuen Tasks „Merkmalswerte eines Geschäftsobjekts bearbeiten“ und „Merkmalswerte einer Geschäftsobjektgruppe bearbeiten“ lassen sich mehrere Merkmale gleichzeitig aktualisieren. Die Werte können direkt im Editor erfasst oder als strukturierte Liste über einen Ausdruck übergeben werden. So lässt sich beispielsweise die Ausgabe eines KI-Schritts direkt weiterverarbeiten.

Ein Speichervorgang statt vieler: Channel-Synchronisierung, Prüfung und Historie werden nur einmal angestoßen. Das reduziert die Anzahl der Events, beschleunigt die Verarbeitung und sorgt für eine übersichtliche Änderungshistorie. Die bisherigen Einzeltasks bleiben erhalten.

Für Entwickler: Beispiel für die strukturierte Liste
[
{ "attributeDefinitionId": "multilingual", "attributeValue": "text", "dataLanguageCode": "de-DE" },
{ "attributeDefinitionId": "barcode", "attributeValue": "1234567890666" },
{ "attributeDefinitionId": "price", "attributeValue": "12" }
]

 

 

Start Conditions: nur starten, was wirklich nötig ist

Ihr Vorteil: Weniger unnötige Workflow-Läufe sparen Rechenleistung, und kritische Änderungen landen gezielt in der Freigabe.

Warum einen Workflow starten, wenn es gar nichts zu tun gibt? Bisher startete ein Workflow bei jedem passenden Signal und sortierte erst danach aus. Mit den Start Conditions wird bereits vor dem Start geprüft, ob die definierten Bedingungen erfüllt sind. Nur wenn sie zutreffen, wird der Workflow ausgeführt.

Ein Beispiel aus der Praxis: Stellen Sie sich einen Import mit 10.000 Objekten vor, von denen nur ein Teil ein bestimmtes Merkmal ändert: Es entstehen nur die Workflow-Läufe, die wirklich gebraucht werden. Und statt eines großen Workflows mit vielen Weichen bauen Sie mehrere schlanke.

Start Conditions können aber mehr als nur Ressourcen sparen. Sie sorgen auch dafür, dass kritische Änderungen gezielt die richtigen Prozesse auslösen: Ändert sich ein kritisches Merkmal, startet gezielt ein Freigabeprozess. Egal, ob die Änderung von einem Lieferanten, aus dem ERP, von einer Kollegin oder von einem AI-Agenten kommt – sie bleibt nachvollziehbar und geht über den Tisch, über den sie gehen soll.

 

Für Entwickler: Beispiele über die Expression Language
Fall Bedingung
Nur für ein bestimmtes Objekt ${businessObjectId == ‚4711-Lacoste-Piquet‘}
Für eines von mehreren Objekten ${businessObjectId == ‚4711-Lacoste-Piquet‘ \|\| businessObjectId == ‚7664-Lloyd-Slipper‘}
Domäne und Objekt ${domainId == ‚fashion‘ && businessObjectId == ‚4711-Lacoste-Piquet‘}
Domäne und geändertes Merkmal ${domainId == ‚fashion‘ && Payload.newState.findValuesAsString(‚attributeDefinitionId‘).contains(‚marke‘)}

 

Offen für Shop, ERP und KI-Assistenten

ATAMYA meldet Änderungen selbst und liefert Daten genau so, wie Ihre Systeme sie brauchen.

Webhooks: ATAMYA meldet sich, wenn sich etwas ändert

Ihr Vorteil: Shop, ERP und Middleware sind sofort auf dem aktuellen Stand, ohne ständig nachfragen zu müssen.

Warum ständig nach Änderungen fragen, wenn ATAMYA sie direkt melden kann? Mit den neuen Webhooks informiert die ATAMYA Product Cloud angebundene Systeme automatisch über relevante Ereignisse. Regelmäßige Statusabfragen gehören damit der Vergangenheit an.

  • Direkt benachrichtigt: ATAMYA sendet Änderungen an eine externe Adresse, etwa an einen Shop, ein ERP oder eine Middleware.
  • Gezielt gesteuert: Sie legen fest, welche Ereignisse übertragen werden, beispielsweise wenn Geschäftsobjekte oder Gruppen angelegt, geändert oder deaktiviert werden.
  • Lückenlos protokolliert: Jede Übertragung wird dokumentiert und bleibt nachvollziehbar.

 

GraphQL per API-Key

Ihr Vorteil: Integrationen lassen sich schneller testen und bauen, und jedes System bekommt genau die Daten, die es braucht.

Ihr Datenmodell ist ein Netz: Produkte, Domänen, Einheiten, Kontexte und Kanäle hängen zusammen. Mit GraphQL lassen sich diese Zusammenhänge in einer einzigen Abfrage abrufen, statt zahlreiche einzelne API-Requests auszuführen. Ob Online-Shop, Print-Katalog oder Analytics-Tool.

Die ATAMYA Benutzeroberfläche nutzt GraphQL bereits. Neu ist der direkte Zugriff per persönlichem API-Key: Postman und andere Clients verbinden sich direkt, ohne Umweg über Login und Token.

 

Das nächste Release-Update folgt im nächsten Quartal.

Autor:
Damian Deßler
Product Marketing
ATAMYA

Weitere Blogartikel von Damian Deßler