Was ist Omnichannel-Marketing?

Omnichannel-Marketing ist eine Marketing-Strategie, bei der alle Verkaufskanäle miteinander vernetzt sind. Der Vorteil von Omnichannel-Marketing-Commerce ist, dass Kunden und Kundinnen ein nahtloses Einkaufserlebnis haben und durch die Integration der verschiedenen Kanäle ihre Erfahrungen von einem Kanal zum anderen fließend fortsetzen, ohne dass dabei Widersprüchlichkeiten, Inkonsistenzen oder Brüche zwischen den Kanälen entstehen.

So werden beim Omnichannel-Marketing alle Kanäle sowohl online als auch offline miteinander verknüpft. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Online-Shops
  • Online-Marktplätze
  • Stationärer Handel
  • Social-Media-Kanäle
  • Mobile Apps
  • Produktportale
  • E-Mail-Newsletter

Omnichannel-Marketing nutzt dabei ein breites Spektrum von Marketingmaßnahmen wie zielgerichtete Werbung, personalisiertes E-Mail-Marketing, Empfehlungen, Cross- und Up-Selling, um die Zielgruppe auf jeder Etappe ihrer Customer Journey zu begleiten und zu unterstützen.

Multichannel vs. Omnichannel: Was ist der Unterschied?

Im Multichannel-Marketing werden die einzelnen Kanäle getrennt voneinander betrieben, während Unternehmen beim Omnichannel-Marketing ihre Produkte und Dienstleistungen über verschiedene Kanäle hinweg zusammen vermarkten, wodurch der Kundin bzw. dem Kunden ein einheitliches Einkaufserlebnis geboten wird. Dadurch wird die Kundenzufriedenheit gesteigert und die Kundenbindung erhöht.

Wie können Unternehmen von Omnichannel-Marketing profitieren?

Das Kaufverhalten sowohl von Endkunden als auch von Unternehmen hat sich in den letzten Jahren stetig in die Richtung von digitalen Anwendungen verändert. Dort, wo es früher nur wenige Kanäle gab und diese meist unabhängig voneinander genutzt wurden, gibt es heutzutage viel mehr Touchpoints. Die Zielgruppe entlang der Customer Journey an jedem Touchpoint – sowohl an den digitalen als auch an den analogen – mit konsistenten Daten zu erreichen, stellt eine große Herausforderung dar. Von ihr können Marketing-Teams profitieren, wenn sie diese lösen.

Eine Omnichannel-Strategie bringt u. a. folgende Vorteile mit sich:

  • Verbessertes Kundenerlebnis: Omnichannel-Marketing ermöglicht Kund:innen eine nahtlose User Experience, indem sie über verschiedene Kanäle mit dem Unternehmen in Kontakt treten können. Kund:innen haben dabei die Wahl, welchen Kanal sie nutzen möchten, um Produkte zu kaufen oder sich über eine Marke zu informieren. Dies sorgt für eine konsistente Markenpräsenz und eine einheitliche Botschaft.
  • Erhöhter Umsatz: Indem Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen über mehrere Kanäle anbieten, können sie ihre Reichweite erhöhen und potenzielle Kundschaft auf unterschiedliche Weise erreichen. Dadurch steigt das Verkaufspotenzial und das Unternehmen kann seinen Umsatz steigern.
  • Verbesserte Kundenbindung: Die Möglichkeit, über verschiedene Kanäle zu interagieren, macht es für Kunden und Kundinnen leichter, einen persönlicheren Kontakt zu einem Unternehmen herzustellen. Dies kann zu einer stärkeren Kundenbindung führen, da diese auf einfache Weise mit dem Unternehmen in Verbindung bleiben können.
  • Effektivere Datenanalyse: Durch die Verwendung unterschiedlicher Kanäle können Marketing-Teams Daten von verschiedenen Quellen sammeln, z. B. Transaktionen, Verhaltensweisen oder Feedback. Durch eine gründliche Analyse dieser gebündelten Daten können Unternehmen wertvolle Erkenntnisse gewinnen, wie sich ihre Zielgruppe entlang der Customer Journey verhält, um ihre Strategien und Angebote zu verbessern.
  • Einfachere Erweiterung: Die optimale Umsetzung einer Omnichannel-Strategie führt zur Zentralisierung von Produktinformationen. Auf diese bestehende Basis kann bei der Anbindung neuer Marketing-Kanäle zurückgegriffen werden und steigert so die Effizienz.

Insgesamt bietet Omnichannel-Marketing die Möglichkeit, auf die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe einzugehen, die Markenpräsenz zu stärken und den Umsatz zu steigern.

 

Beispiele von Omnichannel-Marketing im B2B und B2C

Grundsätzlich ist Omnichannel-Marketing sowohl für B2B als auch für B2C relevant. Ein kleiner Unterschied ergibt sich durch die häufig komplexeren Kaufprozesse bei B2B Kunden. Eine Vielzahl von Entscheidungsträgern sorgt dort für längere Freigabe und Kaufprozesse. Hier gilt es vor allem bei hochpreisigen Produkten mehrere Stakeholder mit unterschiedlichen Anforderungen von einem Produkt zu überzeugen. Ansonsten unterscheiden sich die Strategien allein von den relevanten Touchpoints die je nach Branche und Zielgruppe variieren können.

B2B-Beispiel: Touchpoints des Käufers und Verkäufers beim Kauf einer Heizungsanlage

  • Webseite (Käufer)
  • Großhandelsfiliale (Käufer)
  • App als Produktportal (Käufer)
  • BIM-System (Käufer)
  • ERP-System (Käufer)
  • Serviceportal (Verkäufer)

B2C-Beispiel: Touchpoints beim Kauf eines Wohnzimmerschranks durch einen Endkunden mit Hilfe des Servicepersonals

  • Produktflyer (Endkunde)
  • Social Media Anzeige (Endkunde)
  • Online-Shop (Endkunde)
  • Produktkonfigurator (Endkunde)
  • Serviceportal (Servicepersonal)

 

Warum sind Produktdaten für den Omnichannel-Ansatz so relevant?

Produktdaten sind für den Omnichannel-Ansatz sehr relevant, da sie die Basis für einen konsistente Inhalt und eine einheitliche Darstellung der Produkte bilden. Eine konsistente Produktinformation über alle Vertriebskanäle hinweg ist eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Omnichannel-Ansatz.

Wenn die Produktdaten an allen Touchpoints entlang der gesamten Customer Journey nicht identisch sind, kann es zu Verwirrung bei den Kundinnen und Kunden führen und letztendlich das Vertrauen in das Unternehmen schädigen. Dies wiederum kann zu einem Verlust an Umsatz führen. Eine einheitliche Produktdarstellung über alle Kanäle hinweg sorgt dafür, dass die Kundschaft das gleiche Produkt und die gleichen Informationen auf allen Kanälen sieht und somit ein durchgängiges Einkaufserlebnis hat.

Wenn Unternehmen also Omnichannel-Marketing betreiben möchten, ist es wichtig, dass die Produktdaten einheitlich und auf dem neuesten Stand sind. Aus diesem Grund sollte das Produktdatenmanagement eine hohe Priorität haben, um ein erfolgreiches Kundenerlebnis zu gewährleisten.

 

Welche Software-Tools sind für den Erfolg einer Omnichannel-Strategie unerlässlich?

Für die erfolgreiche Umsetzung einer Omnichannel-Strategie bedarf es das Zusammenspiel unterschiedlicher Softwarelösungen wie PIM, CMS, ERP, CRM und DAM-Systemen. Aber auch Produktkonfiguratoren, Apps und die entsprechenden Shop-Systeme spielen eine entscheidende Rolle. Ebenso ist die Anbindung von KI-gestützten Tools heute ein wichtiger Faktor. Die IT-Infrastruktur und die Auswahl der passenden Tools im „MarTech-Stack“ sind daher entscheidend.

Da ein entscheidender Punkt im Omnichannel-Marketing die konsistente Produktkommunikation über alle Kanäle ist, nimmt das PIM-System in diesem Fall die zentrale Rolle ein. Hier werden die Produktdaten zentralisiert, mit Content angereichert und anschließend in die verschiedenen Marketing-Kanäle ausgespielt.

Produktstammdaten sowie Kundendaten erhält das PIM durch die Anbindung an ERP- und CRM-Systeme. Bilder und Videos kommen durch direkt integrierte DAM-Module oder über ein separat angeschlossenes DAM-System. Zur Content-Erstellung und Übersetzung gibt es Schnittstellen zu KI-gestützten Content-Automation-Tools und Translation-Management-Systemen mit Translation-Memory-Funktion. Als Zielsysteme fungieren anschließend Online-Shops, Produktkonfiguratoren, Apps, Social-Media-Kanäle oder externe E-Commerce Plattformen wie Amazon oder eBay, auf denen die Produkte an die Kunden und Kundinnen herangeführt werden.

Nur wenn all diese Systeme einwandfrei miteinander kommunizieren können, kann eine erfolgreiche Omnichannel-Strategie funktionieren und für eine erstklassige Customer Experience sorgen.

Autor:
Sebastian Faber
Senior Digital Performance & Marketing Operations Manager
ATAMYA

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So wirkt Multichannel-Marketing

Im Marketing-Umfeld steht eines außer Frage: Kundinnen und Kunden erwarten nicht nur hervorragende Produkte, sondern auch ein nahtloses Einkaufserlebnis über verschiedene Kanäle hinweg.

Genau hier setzt das Multichannel-Marketing an. Unternehmen müssen ihre Zielgruppen auf verschiedenen Plattformen ansprechen, sei es über Websites, soziale Netzwerke oder den Direktvertrieb. In diesem Beitrag tauchen wir in die faszinierende Welt des Marketings ein und entdecken die unschlagbare Allianz von Multichannel-Marketing und Product-Information-Management (PIM).

 

Was ist Multichannel-Marketing?

Multichannel-Marketing ist der strategische Ansatz, Kund:innen über verschiedene Kanäle zu erreichen. Dabei geht es immer darum, den richtigen Mix aus Online- und Offline-Kanälen zu finden, um die Zielgruppe richtig anzusprechen. Durch die Nutzung mehrerer Kanäle können Unternehmen ihre Markenbekanntheit steigern und die Chancen erhöhen, auf potenzielle Kund:innen zu stoßen. Multichannel-Marketing ermöglicht es Unternehmen, ihre Zielgruppe genauer zu erreichen und dieser personalisierte Angebote zu machen, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Mögliche Kanäle sind:

  • der eigene Onlineshop
  • der stationäre Handel
  • Messeauftritte
  • E-Mail-Marketing per Newsletter
  • soziale Netzwerke wie Instagram oder Facebook
  • Gastbeiträge in externen Blogs
  • Flyer und Produktkataloge
  • Shopping-Apps
  • Online-Marktplätze wie Amazon oder eBay
  • ein Produktportal, über das sich Händler über die Produkte eines Herstellers informieren können

 

Gibt es Unterschiede zwischen B2B und B2C?

Ja, es gibt Unterschiede im Multichannel-Marketing zwischen dem B2B- und B2C-Umfeld, da sowohl die Zielgruppen als auch ihre Bedürfnisse, Kaufentscheidungen und Kanalpräferenzen unterschiedlich sein können.

Im B2B-Umfeld ist der Verkaufsprozess oft komplexer und die Verkaufszyklen können länger sein. Entscheidungen sind mit höheren Kosten und Risiken verbunden, weshalb persönliche Interaktionen und komplexe Vertriebskanäle wie Vertriebspartner und Direktvertrieb bevorzugt werden.

Im Gegensatz dazu sind die Verkaufszyklen im B2C-Umfeld kürzer und die Kaufentscheidungen impulsiver. B2C-Kund:innen kaufen meist in kleineren Mengen und recherchieren mehr im Internet sowie in den sozialen Medien. B2C-Unternehmen konzentrieren sich daher stärker auf digitales Marketing, Online-Vertrieb und andere digitale Kanäle.

Dennoch gibt es immer mehr Überschneidungen zwischen den beiden Bereichen. B2B-Unternehmen entwickeln zunehmend digitale Verkaufskanäle, während einige B2C-Unternehmen den persönlichen Verkauf als zusätzliches Serviceangebot integrieren. Die richtige Multichannel-Strategie hängt daher von den spezifischen Anforderungen und Präferenzen der Zielgruppen ab.

 

Multichannel-Marketing im B2B

Um sich das Multichannel-Marketing im B2B-Bereich besser vorstellen zu können, betrachten wir als Beispiel einen fiktiven Hersteller von Industriewerkzeugen. Unser Beispielunternehmen verfolgt eine umfassende Vertriebsstrategie, die auf verschiedenen Kanälen wie Online-Plattformen, Fachhandel, Vertriebspartner und Direktvertrieb basiert.

Diese vielfältigen Zugangswege bieten Geschäftskund:innen die Freiheit, sich für ihre bevorzugte Bestellmethode zu entscheiden. So können sie bequem über den Onlineshop des Händlers bestellen oder die Produkte direkt in den Fachhandelsgeschäften der Vertriebspartner erwerben. Zudem besteht die Option eines Direktvertriebs (D2B), bei die Handwerker:innen direkt beim Hersteller selbst einkaufen können. Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglicht es unserem Hersteller von Industriewerkzeugen, die individuellen Anforderungen seiner Kund:innen bestmöglich zu erfüllen und ein nahtloses Einkaufserlebnis zu gewährleisten.

 

Multichannel-Marketing im B2C

Ein aufschlussreiches Beispiel für Multichannel-Marketing im B2C-Bereich ist ein Händler, der seine breite Produktpalette sowohl online über eine E-Commerce-Plattform als auch in physischen Geschäften, Pop-up-Stores oder auf Messen anbietet. Zusätzlich erschließt der Händler einen mobilen Vertriebskanal, indem er Produkte über eine App oder beliebte Social-Media-Plattformen wie Instagram zum Verkauf anbietet.

Für seine Kundinnen und Kunden bedeutet das eine Fülle von Möglichkeiten: Sie können ganz nach ihren individuellen Vorlieben entscheiden, ob sie bequem im Internet einkaufen oder sich im stationären Geschäft inspirieren lassen möchten. Die Verknüpfung von Online- und Offline-Kanälen bietet ihnen ein nahtloses Einkaufserlebnis und maximale Flexibilität.

Ob B2B oder B2C, durch die geschickte Integration mehrerer Vertriebskanäle können Unternehmen nicht nur ihre Reichweite vergrößern, sondern auch ihre Zielgruppen auf vielfältige Weise erreichen. Dieser Ansatz stärkt die Marktpräsenz und bietet die Chance, das eigene Angebot innovativ zu präsentieren und das Vertrauen der Kund:innen zu gewinnen.

 

3 Herausforderungen im Multichannel-Marketing

Individuelle Kundenansprache:
Verbraucher:innen sind heutzutage anspruchsvoller denn je, denn sie haben die freie Wahl. Das Angebot ist riesig und vielfältig, alles ist jederzeit und überall verfügbar. In Anbetracht dieser Fülle an Möglichkeiten reicht es nicht mehr aus, eine passende Botschaft an die richtige Zielgruppe zu richten. Der Schlüssel liegt vielmehr darin, die Kund:innen genau zum richtigen Zeitpunkt zu erreichen – dann, wenn ihr Bedürfnis, ihre Aufmerksamkeit und ihre Bereitschaft zum Handeln am größten sind. Eine individuelle Kundenansprache ist von zentraler Bedeutung, um diesen entscheidenden Moment zu nutzen und nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

Maßgeschneiderte Kampagnen:
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – eine Redewendung, die wir alle schon einmal gehört haben. Auch Ihre Kund:innen haben Gewohnheiten, was die Nutzung bestimmter Kanäle oder Geräte angeht. Diese Gewohnheiten werden Sie nicht ändern, egal wie groß der Anreiz ist. Für Unternehmen gilt es daher, ihre Marketingmaßnahmen über alle Kanäle hinweg zu optimieren – und das kontinuierlich, immer und immer wieder. Hierbei ist es wichtig, flexible Kombinationen der jeweiligen Kanäle zu ermöglichen und einzelne Touchpoints Ihrer Kund:innen in gezielten Mikrokampagnen zu bespielen. Oberstes Ziel ist es dabei, durch die Anpassung an die spezifische Bedarfssituation näher an die einzelnen Kund:innen heranzurücken und so die Relevanz Ihrer Botschaft zu erhöhen.

Qualifizierte Analyse von Kanälen und Touchpoints:
In einer zunehmend vernetzten Marketinglandschaft wird es immer schwieriger, den tatsächlichen Beitrag einzelner Kanäle, Kampagnen oder Touchpoints zu den erzielten Umsätzen und Verkäufen zu ermitteln. Dieses wertvolle Wissen ist jedoch entscheidend für eine zuverlässige Erfolgskontrolle und Steuerung von Marketing- und Werbemaßnahmen. Nur wenn nachvollziehbar ist, welcher Teil zu einem höheren Engagement der Zielgruppe geführt hat, lässt sich beurteilen, ob Budgets und Ressourcen optimal eingesetzt werden.

Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert eine engere Verzahnung der verschiedenen Marketingkanäle. Denn dies sorgt für einen effizienteren Daten- und Informationsfluss. Diese strategische Weiterentwicklung des Multichannel-Marketings heißt Omnichannel.

 

Wie unterscheidet sich Multichannel von Cross- und Omnichannel?

Die Strategien unterscheiden sich wie folgt: Bei Multichannel arbeiten die verschiedenen Kanäle unabhängig voneinander, ohne Überschneidungen und ohne Interaktion. Für die Kund:innen ist es nicht ohne Weiteres möglich, von einem Kanal zum anderen zu wechseln. Beim Crosschannel-Marketing hingegen findet ein Informationsaustausch zwischen den Kanälen statt, wobei die Botschaften inkonsistent sein können. Die Kund:innen können hier zwischen denjenigen Kanälen wechseln, die Informationen austauschen können. Der Omnichannel-Marketingansatz geht noch einen Schritt weiter, hier sind alle Kanäle nahtlos miteinander verbunden. Jeder Kanal verfügt über einheitliche Botschaften und alle Nutzungsinformationen. Dies gewährleistet den Kund:innen eine nahtlose Customer Experience.

Kurz gesagt: Der Hauptunterschied zwischen Multichannel- und Omnichannel-Marketing besteht darin, dass Omnichannel-Marketing eine nahtlose, integrierte Erfahrung auf allen Kanälen bietet, während Multichannel-Marketing lediglich bedeutet, dass das Unternehmen verschiedene Kanäle verwendet, ohne sie nahtlos zu integrieren. Crosschannel-Marketing nimmt eine Zwischenrolle ein, wobei die Übergänge recht fließend sind.

 

Wie unterstützt ein PIM-System die Multichannel-Strategie?

Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Kanäle ist es zeitaufwendig, die jeweiligen Produktinformationen in der richtigen Form, wie zum Beispiel die Textlänge einer Produktbeschreibung oder die Anzahl der ausgewählten Bilder, für jeden Kanal einzeln bereitzuhalten und bei Änderungen zu pflegen. Dies ist nicht nur aufwendig, sondern auch fehleranfällig. Von einer Single Source of Truth ist man so weit entfernt. In einem PIM-System werden alle Produktinformationen medienneutral und zunächst kanalunabhängig gespeichert. Für die Ausleitung der Informationen in einen Onlineshop oder für einen Flyer können die Daten dann kanalspezifisch angepasst werden. So wird zum Beispiel für den Flyer eine kürzere Produktbeschreibung gewählt als für den Onlineshop und auch die Anzahl der Bilder und die Bilder an sich unterscheiden sich je nach Kanal. Mit Unterstützung der im PIM konfigurierten Qualitätsregeln wird sichergestellt, dass die Produktdatenqualität immer entsprechend dem Zielkanal eingehalten wird. Ebenso ist die Anbindung neuer Kanäle wie einer App für mobile Endgeräte einfacher zu bewerkstelligen, da die Basisinformationen bereits alle im PIM vorhanden sind und nur eine kanalspezifische Anpassung vorgenommen werden muss.

Autor:
Sebastian Faber
Senior Digital Performance & Marketing Operations Manager
ATAMYA

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Wie ein PIM-System hilft, Retouren zu minimieren und Kosten zu sparen

Seit der Pandemie boomt das Onlineshopping wie nie zuvor. Damit ist auch die Retourenquote deutlich gestiegen. Deutschland ist mit 64,3 Prozent Europameister bei paketbezogenen Retouren (Quelle: www.retourenforschung.de). Gut zwei Drittel der in der Fashion-Branche versendeten Pakete gehen wieder zurück. Nicht nur der zeitliche, sondern vor allem der finanzielle Aufwand ist enorm. Im Durchschnitt kostet eine Retoure den Handel 15,18 Euro. Dieser Betrag setzt sich aus Prozesskosten und dem Wertverlust zusammen und treibt die Gesamtkosten in die Höhe. Davon sind mittlerweile viele E-Commerce-Unternehmen betroffen.

Haben auch Sie festgestellt, dass Ihre Kosten und Ihr Zeitaufwand für das Retourenmanagement gestiegen sind? Oder mussten Sie sogar eine neue Position schaffen, um mit der hohen Retourenquote fertig zu werden? Vielleicht sind Sie bereits auf der Suche nach einer Lösung, um die Retourenquote Ihres Online-Shops zu senken. Mit einem PIM-System erhalten Sie eine effektive und nachhaltige Maßnahme, um die Retourenquote in Ihrem Unternehmen zu senken. So sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch Kosten. Doch bevor wir auf diesen Punkt näher eingehen, wollen wir einen genaueren Blick auf die häufigsten Gründe für die hohen Retourenquoten im E-Commerce werfen.

 

Retouren im E-Commerce: Gründe und Lösungen

Die Gründe für Retouren im Onlinehandel sind vielfältig. Laut einer Studie von KPMG (Statista 2023: Grund für Retouren) retournieren Kund:innen zu 71 Prozent die Ware, weil das Produkt nicht passt, gefolgt von schlechter Produktqualität oder weil die Ware nicht gefällt. Aber auch Gründe wie „Produkt entspricht nicht der Beschreibung“ sind ausschlaggebend für hohe Retourenquoten. Eine weitere Statistik dieser Studie (Statista 2023: Retouren reduzieren) zeigt auch, dass sich 57 Prozent der Kund:innen bessere Produktinformationen wünschen und dies als Maßnahme sehen, um Retouren zu vermeiden.

Was macht eine gute Produktbeschreibung aus? Je genauer und detaillierter Waren beschrieben werden, desto realistischer ist das Bild, das sich der Kunde oder die Kundin von ihnen machen kann. Dies erreichen Sie durch:

  • aussagekräftige Produktbeschreibungen
  • passende Größenempfehlungen
  • gute Produktbilder aus verschiedenen Perspektiven
  • detaillierte Produktvideos

Auch kleine Helfer wie das sogenannte Nudging (Anstoßen, Schubsen) liegen aktuell hoch im Trend. Dabei werden die Kund:innen mit subtilen Hinweisen auf die CO2-Einsparung hingewiesen, wenn sie eine Retoure vermeiden. Zur Vermeidung von Retouren gibt es auch hilfreiche KI-Tools (künstliche Intelligenz). So ist beispielsweise der „Fit Finder“ ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Tool, das bei der Wahl der richtigen Größe berät.

Wenn Sie im Fashion-Sektor tätig sind, können Sie Ihren Kund:innen die Möglichkeit geben, sich mit dem Model zu vergleichen, indem Sie Größe und Maße des Models angeben. Wenn dies nicht möglich ist, sind detaillierte Produktbeschreibungen umso wichtiger, um die Retourenquote zu senken.

Denken Sie daran: Nach dem Kauf ist vor dem Kauf. Begleiten Sie Ihre Kundinnen und Kunden über den Shopping-Prozess hinaus, um authentische Bewertungen zu erhalten. Kund:innen glauben eher anderen Kund:innen. So optimieren Sie Ihre Produktbeschreibungen und reduzieren Retouren.

Generell lässt sich sagen: Ist die Produktdatenqualität hoch, bleibt die Retourenquote gering, die Kundenzufriedenheit steigt, aber auch Ihre Mitarbeitenden sind zufriedener.

 

Retourenquote voll im Griff mit PIM

Und hier kommt das PIM-System mit ins Spiel. PIM steht für Produktinformationsmanagement und unterstützt Sie bei der Verwaltung der Produktdaten in Ihrem Unternehmen. Wann immer es darum geht, die Qualität Ihrer Produktdaten zu verbessern, ist ein PIM-System eine gute Maßnahme, um die Prozesse dafür zu schaffen. PIM-Systeme helfen Ihnen bei der Definition und Überwachung von Datenqualitätsregeln.

Das Dashboard des Systems erleichtert Ihnen und Ihren Mitarbeitenden die Darstellung der Produktdatenqualität, unter anderem in Diagrammen. So haben Sie schnell alle Zahlen parat und wissen, wo Sie ansetzen müssen, um Ihre Datenqualität zu steigern. Sie können Ihre Objekte klassifizieren, und zwar ganz nach Ihrem Geschmack. Welche Einheiten dürfen es für Ihre Ware sein? Oder möchten Sie Ihrem Produkt einen speziellen Namen geben, der sich bei Mitarbeitenden und Ihren Kund:innen einprägen soll? Weitere Möglichkeiten sind Terminologien und Übersetzungen. Anschließend können Sie Ihre Produktinformationen auf mehreren Ausgabekanälen veröffentlichen, zum Beispiel in verschiedenen Onlineshops. Alles, was Sie dazu brauchen, ist ein Produkt und ein PIM-System, das auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist.

Die Vorteile eines PIM-Systems auf einen Blick:

  • Sie haben abteilungsübergreifend einen zentralen Ort für die Datenpflege
  • Sie haben automatisierte Prozesse zur Datenerfassung und -prüfung
  • Die Qualität der Produktdaten ist für alle auf einen Blick sichtbar
  • Sie sparen dauerhaft Zeit und Kosten
  • Sie senken die Retouren Ihres Unternehmens
  • Sie erhöhen langfristig die Kundenzufriedenheit und Ihren Unternehmenserfolg

Bessere Produktinformationen = weniger Retouren und mehr Umsatz

Die Rechnung ist einfach: Bessere Informationen verhindern Retouren im zweistelligen Prozentbereich und führen zu zufriedeneren Kund:innen. Die Qualität Ihrer Produktdaten ist daher entscheidend für Ihren Unternehmenserfolg. Lassen Sie sich dabei von einem PIM-System unterstützen. Mit unserer Checkliste für eine optimale Datenqualität geben wir Ihnen einen praktischen Leitfaden an die Hand, mit dem Sie Ihre Produktdaten im Handumdrehen in Topform bringen.

Autorin:
Elena Golowatschev
Projektmanagerin

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Content ist King, doch Content-Strategie ist Queen

Im Marketing haben alle diesen Satz schon mindestens einmal gehört: „Content is King!“ Daran ist auch weiterhin nicht zu rütteln – vor allem im E-Commerce bzw. Onlinehandel. Denn wer online erfolgreich Produkte verkaufen möchte, muss anspruchsvolle Kund:innen immer wieder aufs Neue überraschen, überzeugen und begeistern. Und das geht mit hochwertigem und gutem Content.

Doch wo kommt dieser her? Für Unternehmen gilt es heute diese hochwertigen Inhalte zu planen, zu produzieren und an die passenden Touchpoints entlang der gesamten Customer Journey zu verteilen. Dabei fällt schnell auf: Nicht jeder Content ist gleichzeitig hochwertig. Genau an diesem Punkt setzt die Content-Strategie an und bietet Ihnen den operativen Rahmen für dieses Vorhaben. Nur mit einer gezielten Content-Strategie können Sie sicherstellen, dass Ihre Inhalte dem richtigen Zweck dienen und für Ihre Zielgruppe von Nutzen sind. Deswegen ist eine smarte Strategie im Rahmen des Content-Marketings für Hersteller, Marken und Händler unerlässlich. Sie wollen wissen, wie Sie eine sinnvolle Content-Strategie erstellen? Dann sollten Sie jetzt unbedingt weiterlesen. In diesem Blogbeitrag verraten wir Ihnen die wichtigsten Schritte und geben Ihnen wertvolle Tipps zur Erstellung einer effektiven Content-Strategie.

Content-Strategie vs. Content-Marketingstrategie – das gleiche in Grün?

Eine Content-Strategie ist nicht mit Content-Marketing gleichzusetzen. Erstere bezieht sich auf die operative Ebene. Hier geht es um die Umsetzung aller Maßnahmen rund um den Content, wie zum Beispiel Analyse der Customer Journey, Redaktionsplanung und Aufgabenverteilung sowie die eigentliche Erstellung und Verteilung der Inhalte in allen relevanten Kanälen, wie Website oder Social Media. Die Content-Marketingstrategie greift wiederum viel weiter und bietet den strategischen Rahmen für die Content-Strategie. Unter Content-Marketing versteht sich eine strategische Marketingausrichtung, bei der es darum geht, relevante Inhalte zu erstellen und mit klarem Fokus auf die definierte Zielgruppe zu verteilen. Im Content-Marketing steht folglich nicht das Produkt, sondern die Zielgruppe im Mittelpunkt. Daher ist die Content-Strategie als ein Teil des umfassenden Content-Marketings zu verstehen.

Schritt 1: Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen

Kennen Sie Ihre Kund:innen? Wissen Sie, was diese wollen oder glauben Sie es nur zu wissen? Um eine passende Content-Strategie zu erstellen, müssen Sie Ihre Kund:innen kennenlernen. Denn nur so können Sie passende Inhalte produzieren, die Ihre potenziellen Kund:innen auch konsumieren möchten. Eine hilfreiche Methode, Ihre Zielgruppe besser kennenzulernen ist die Erstellung einer Buyer Persona. Bei dieser Methode aus dem Marketing erarbeiten Sie die Bedürfnisse, Pain Points und die Wünsche fiktiver Wunschkund:innen. Das hilft Ihnen, sich in Ihre Kund:innen hineinzuversetzen und perfekt passende Inhalte zu erstellen.

Zudem ist es sehr hilfreich Ihren Kund:innen genau zuzuhören, indem Sie deren Feedback sammeln und analysieren. Feedback Ihrer Kundschaft erhalten Sie über Tools wie Google Analytics oder Retourenscheine. Sonst ist auch Social Media eine Top-Plattform, um Ihre Zielgruppe besser kennenzulernen. Ob über Umfragen oder über die Interaktion in Kommentaren – hier gewinnen Sie wichtige Erkenntnisse darüber, was Ihre Zielgruppe von Ihnen erwartet.

 

Schritt 2: SEO nicht vergessen!

Definieren Sie die wichtigsten Keywords und Themen. Nachdem Sie Ihre Kund:innen besser kennengelernt haben, sollten Sie sich mit SEO auseinandersetzen. Beginnen Sie, die wichtigsten Keywords und Themen zu recherchieren, nach denen Ihre Wunschkund:innen in Suchmaschinen suchen. Dies können stark nachgefragte Keywords, aber auch Long-Tail- oder Nischen-Keywords sein. Der Vorteil bei stark nachgefragten Keywords ist, dass viele Menschen danach suchen. Der Nachteil ist allerdings, dass Sie dabei mit einem großen Wettbewerb konkurrieren und gegebenenfalls nicht zu den obersten Positionen im Ranking aufsteigen. Nischen-Keywords werden zwar von einer geringeren Anzahl von Menschen gesucht, sind aber dennoch wertvoll, da sie Ihnen mehr Sichtbarkeit auf den Ergebnisseiten von Suchmaschinen verschaffen können. Unser Tipp: Die Mischung macht’s! Schaffen Sie eine große Reichweite unterschiedlicher Keywords, um alle Suchkriterien abzudecken.

Bei Ihrer Keyword-Recherche ist es vorteilhaft zu wissen, an welchem Punkt sich Ihre Zielgruppe innerhalb des Verkaufsfunnels befindet. Denn je nachdem stellen Konsument:innen unterschiedliche Fragen, auf die sie eine Lösung erwarten. Zum Beispiel:

  • Was ist eine Content-Strategie?
  • Wie wichtig ist eine Content-Strategie?
  • Wie erstelle ich eine Content-Strategie?
  • Wer ist der beste Dienstleister für eine Content-Strategie?

 

Schritt 3: Content kennt viele Formen

Die Digitalisierung und der große technologische Fortschritt macht es uns viel leichter unterschiedliche Content-Formate zu nutzen. Wie sagt man so schön? Content ist alles und alles ist Content. Legen Sie im Rahmen Ihrer Strategie fest, welche Arten und Formate Sie verwenden wollen. Beliebte Formate sind zum Beispiel:

  • Video
  • Infografiken
  • Product-Content in Form von Produktinformationen
  • Checklisten
  • Whitepaper
  • E-Books
  • Use Cases und Success Stories
  • Podcasts
  • Blogcasts

Das Angebot an Content-Formaten ist vielfältig. Recherchieren Sie daher im Zuge Ihrer Content-Planung, welche Formate am besten für Ihre Zielgruppe geeignet sind, und achten Sie darauf, dass die unterschiedlichen Formate in Ihrem Team umgesetzt werden können.

💡 ATAMYA Insidertipp:

Analysieren Sie Ihre bisherigen Inhalte im Zuge eines Content-Audits. So können Sie schnell feststellen, welche Formate die meisten Konversionen oder das meiste Online-Engagement erzielt haben. Wenn der Audio-Content deutlich mehr Aufrufe hat als Ihre YouTube-Videos, ist es wahrscheinlich eine gute Strategie, den Fokus auf Podcasts zu legen.

Schritt 4: Schaffen Sie ein solides Content-Fundament

Um hochwertigen Content zu produzieren, benötigen Sie eine fundierte Basis an Informationen und Daten. Ob Podcast, Blogbeiträge, Social-Media-Postings oder eine packende Produktbeschreibung – alle Content-Arten sind auf korrekten und aktuellen Input angewiesen. Wenn Sie beispielsweise Content zu Ihrem Produkt erstellen, ist es notwendig, stets die aktuellen Daten zu Ihrem Produkt zu kommunizieren. Denn fehlerhafter Product-Content führt zu einem negativen Einkaufserlebnis. Die Folgen: Retouren, schlechte Bewertungen und im Worst Case ein Imageverlust für Ihr Unternehmen. Um diesem Szenario vorzubeugen, sollte Ihre Content Strategie alle Inhalte miteinschließen – auch solche, die auf den ersten Blick als redundant erscheinen, wie Produktname, Preis, Beschaffenheit des Produkts etc.

Diese Inhalte sind meist im gesamten Unternehmen verteilt – sie sind in Excel-Tabellen, PDF-Dokumenten und in unterschiedlichen Abteilungen vorzufinden. Um nichts zu übersehen, sollten Sie eine zentrale Datenbasis für Ihren Product Content schaffen. Mit einem PIM-System ist das gar kein Problem. Als Single Source of Truth sorgt das PIM-System für eine stets aktuelle und konsistente Datenbasis, aus der Sie immer den richtigen Input für fehlerfreien Content schöpfen können.

 

Schritt 5: Erstellen Sie einen Redaktionskalender

Die richtige Content-Planung ist die halbe Miete für eine erfolgreiche Strategie. Um immer den roten Faden im Hinblick auf Themen, Formate und personelle Ressourcen zu behalten, ist es ratsam einen Redaktionskalender zu erstellen. Hier können Sie alle Content-Ideen festhalten und diese zeitlich eingrenzen. Ein Blogbeitrag über Lebkuchen passt beispielsweise weniger in die Sommermonate und viel mehr in die Weihnachtszeit. Es ist darüber hinaus empfehlenswert Beiträge in Quartalen zu planen.

Zudem ist der Redaktionskalender ein nützliches Tool, um die personellen Ressourcen zu managen. Halten Sie sich immer vor Augen: Content ist Teamwork! So liegt das Know-how zu bestimmten Themengebieten in unterschiedlichen Abteilungen. Halten Sie im Redaktionskalender fest, wer den Input für einen Beitrag liefert, wann dieser erscheinen soll und welche Ressourcen zur Finalisierung benötigt werden – zum Beispiel Grafikdesigner:innen, Social-Media-Manager:innen, Lektor:innen etc.

Erstellen Sie einen Redaktionskalender, in dem jeder Aspekt eines Inhalts der richtigen Person zugewiesen wird, das verschafft Ihnen den nötigen Überblick.

 

Schritt 6: Rühren Sie die Werbetrommel

Content-Marketing hört mit der Veröffentlichung Ihrer Inhalte nicht auf. Weder der beste Blogbeitrag noch die spannendste Podcastfolge wird die gewünschten Ergebnisse erzielen, wenn Ihre Zielgruppe nichts davon mitbekommt. Sobald Sie Ihre Inhalte produziert haben, gilt es diese in die relevanten Kanäle zu verteilen und die Werbetrommel zu rühren.

Bedenken Sie: Die Kanäle, auf denen Ihre Inhalte geteilt werden, sind ebenso wichtig wie die Kanäle, auf denen diese veröffentlicht werden. Verwenden Sie Kanäle, auf denen Ihre Zielgruppe aktiv ist. Wenn Ihre Zielgruppe beispielsweise aus Verbraucher:innen besteht, die älter als 35 Jahre sind, ist Snapchat weniger als Plattform geeignet, um Ihre Beiträge zu promoten.

💡 ATAMYA Insidertipp:

Nutzen Sie Tools zur Marketing-Automation, um Ihren Content noch effizienter in die jeweiligen Zielkanäle und sozialen Netzwerke zu verteilen. Mit einem PIM-System können Sie beispielsweise Ihren Product-Content voll automatisiert per Mausklick in alle relevanten Kanäle verteilen – ob Website, Marktplätze, Online-Shop oder soziale Netzwerke. So arbeiten Sie viel effizienter und schonen gleichzeitig personelle sowie finanzielle Ressourcen.

Data is King!

Um die perfekte Strategie im Rahmen Ihres Content-Marketings zu etablieren, braucht es vor allem eins: eine perfekte, konsistente Datenbasis – seien es Feedback- oder Aktivitätsdaten Ihrer Kund:innen oder Daten, die als Fundament für fehlerfreien Content dienen. In einer digitalisierten Welt sind Daten das Gold der Unternehmen bzw. Data is King!

Daher ist es auch für den Erfolg Ihrer Content-Strategie wichtig, all diese Daten zu sammeln, zu zentralisieren und Produktdatenprozesse zu automatisieren. Denn manuell ist die schiere Menge an Daten, mit der wir heutzutage konfrontiert sind, einfach nicht zu bewältigen.

Mit wenigen Handgriffen können Sie Ihre Produktdaten wirkungsvoll nutzen, um eine effektive Content Strategie auf die Beine zu stellen. Wie das funktioniert, verraten wir Ihnen in unserem aktuellen Whitepaper: Content-Strategie 2.0. Laden Sie es sich gleich kostenlos herunter und profitieren Sie von unserer Expertise und dem Know-how unserer Produkt-Expert:innen.

Autorin:
Yana Zabolotna
Copywriter
ATAMYA

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So einfach erstellen Sie ideale Produktdatenblätter

Um erfolgreich zu verkaufen, reicht es nicht mehr aus, ein perfektes Produkt lediglich anzubieten. Eine Studie des ECC Köln in Zusammenarbeit mit Hermes, SAP und Yapital ergab, dass für 85 Prozent der Shop-Besucher eine ausführliche Produktbeschreibung das ausschlaggebende Kriterium für einen positiven Kaufabschluss ist. Je erklärungsbedürftiger Ihr Produkt ist, desto wichtiger ist ausführlicher und verständlicher Product Content. Ein wichtiger Teil der Außendarstellung eines Produktes ist das Produktdatenblatt.

Doch was genau versteht man darunter? Auf den ersten Blick scheint dies leicht zu beantworten. Doch je schärfer die Definition werden soll, desto schwieriger wird sie. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen genaueren Blick auf dieses Thema. Wir gehen den Fragen auf den Grund, was gute Datenblätter ausmacht, und verraten Ihnen am Beispiel der ONLINEPRINTERS-Gruppe, wie Sie diese im Handumdrehen erstellen können.

 

Welchen Zweck haben Produktdatenblätter?

Datenblätter sind wichtige Instrumente für das Produktmarketing und den Vertrieb. Im Grunde geht es um die Darstellung der wichtigsten Produktinformationen, damit potenzielle Kund:innen auf den ersten Blick sehen, ob es sich um das für sie passende Produkt handelt.

Folgende Funktionen sind dabei elementar:

  • Darstellung der wichtigsten Informationen zum Produkt
  • Kompakter Überblick über das Produkt
  • Schneller Zugriff auf technische Daten
  • Abgrenzung zu ähnlichen Produkten
  • Leichte Vergleichbarkeit

Wichtig: Produktdatenblätter sind keine Handbücher. Sie sollen Verbraucher:innen einen möglichst kompakten Überblick zu den Funktionen und technischen Daten liefern und daher nur wenige Seiten lang sein.

Anwendungsbereiche Ihres Produktes können ebenfalls erläutert werden. Doch auch hier gilt: In der Kürze liegt die Würze. Ein Datenblatt dient in erster Linie dazu, Kund:innen einen Überblick zu geben und ihnen den Produktvergleich zu erleichtern. Denn beim Kaufvorgang achten wir nicht nur auf den Preis, wir recherchieren und vergleichen.

💡 ATAMYA Insider-Tipp:

Legen Sie im Vorhinein fest, welche Funktion Ihr Datenblatt erfüllen soll. Das zeigt Ihnen, welche Daten für Ihre Nutzer:innen zwingend erforderlich sind. Machen Sie sich auch Gedanken wie detailreich Sie Ihr Produkt darstellen möchten. Der Übersichtlichkeit halber bedeutet weniger oft mehr.

Die Must-haves guter Produktdatenblätter

Produktdatenblätter können unterschiedliche Layouts haben – ob textlastig, tabellendominiert oder wie ein Hochglanzmagazin. Unverzichtbar sind Grafiken zum Produkt und eine übersichtliche Darstellung von technischen Informationen. Dies kann in Form von Tabellen oder Pivot-Tabellen geschehen. Für eine gute Vergleichbarkeit ist es sinnvoll, dass die Darstellung standardisiert ist. Das heißt, dass ähnliche Produkte ähnlich dargestellt werden. Wenn Sie im internationalen Bereich vertreiben, ist es essenziell, dass die Datenblätter nicht nur auf Deutsch vorliegen, sondern in der Sprache Ihrer Kund:innen. Für Unternehmen, die individuelle Produkte für ihre Kund:innen herstellen, ist es optimal die Datenblätter automatisiert und nicht manuell zu generieren, um die Daten stets aktuell zu halten und somit Richtigkeit und Konsistenz gewährleisten zu können.

Natürlich gibt es auch technische Aspekte zu beachten:

  • Gute Lesbarkeit auf verschiedenen Endgeräten: Kund:innen benutzen nicht nur den PC oder Laptop, um sich Informationen einzuholen. Datenblätter sollten auch auf Smartphones oder Tablets gut lesbar sein.
  • Sinnvolles Druckformat: Viele Nutzer:innen drucken sich Produktdatenblätter aus – ob als Argumentationsgrundlage oder zur besseren Übersicht. Deswegen müssen diese ein sinnvolles Druckformat besitzen und auch in Papierform nutzbar sein.
  • Aktuelle Daten: Am wichtigsten ist, dass Ihre Daten stets aktuell sind. Diese können Sie nur aktuell halten, wenn Sie so gut wie nie etwas ändern oder wenn der Erstellungsprozess automatisiert abläuft. Bei einer manuellen Erstellung laufen Sie Gefahr fehlerhafte Produktdatenblätter mit inkonsistenten Daten an Ihre Kund:innen weiterzugeben.

All diese Aspekte zu erfüllen kann für Unternehmen sehr herausfordernd sein. Diese Herausforderungen lassen sich auf Anhieb lösen, wenn Sie die Erstellung Ihrer Datenblätter automatisieren. Dafür ist ein PIM-System die beste Lösung. Denn so halten Sie Ihre Informationen immer aktuell, automatisieren Übersetzungsprozesse und sorgen immer für eine übersichtliche und standardisierte Optik.

 

Einfach automatisiert: In 4 Schritten zum idealen Produktdatenblatt

Ein ideales sowie fehlerfreies Datenblatt zu erstellen, das Ihre Kund:innen überzeugt und alle technischen Aspekte erfüllt, ist manuell nur sehr schwer zu bewältigen. Gut, dass es dafür die passenden Tools gibt. Am Beispiel der ONLINEPRINTERS-Gruppe zeigen wir Ihnen, wie das in nur 4 Schritten gelingt. Die ONLINEPRINTERS-Gruppe ist eine der marktführenden Online-Druckereien Europas. Sie produziert für mehr als 1.000.000 Kunden in 30 Ländern Europas individuelle Druckerzeugnisse – vom Flyer bis zum kompletten Messestand.

Um die Produktion von Produktdatenblättern zu automatisieren, nutzt die ONLINEPRINTERS-Gruppe das PIM-System von ATAMYA. Dafür hat sich der folgende Prozess bewährt:

1. Generische SVG-Grafiken (Scalable Vector Graphics) anlegen

ONLINEPRINTERS nutzt generische SVG Grafiken – sowohl für jedes Produkt als auch für Produktgruppen. Diese Grafiken sind mit Platzhaltern versehen. So ist die Grafik immer gleich, während die Inhalte dynamisch sind. Diese werden von ONLINEPRINTERS erstellt und im PIM abgelegt.

2. Produktspezifische SVG-Grafiken mehrsprachig erzeugen

Nachdem die generischen Grafiken im Produktbereich abgelegt sind, müssen produktspezifische Grafiken erzeugt werden. Diese hängen einerseits vom konkreten Artikel und andererseits von der jeweiligen Landessprache ab, in dem der Artikel vertrieben wird. Das wird automatisch generiert. Dabei werden aus der generischen SVG-Grafik eine bestimmte Anzahl an spezifischen Grafiken erzeugt – für jedes Produkt und jede Sprache eine.

3. Produktspezifische Datenblätter in mehreren Sprachen mittels Templates generieren

In diesem Prozessschritt wird mittels Templates für jedes Produkt und jeden Artikel ein Datenblatt automatisch im PIM-System generiert. Die Templates greifen auf die vorher erstellten SVG-Grafiken zu, binden sie mit ein und erzeugen daraus Produktdatenblätter in mehreren Sprachen. Diese werden im PIM abgelegt, sodass alle PIM-User:innen darauf zugreifen können

4. In externe Systeme verteilen

Im letzten Schritt werden fertige Datenblätter aus dem PIM zu externen Systemen transferiert. Dies können beispielsweise Shopsysteme sein, in denen sich Verbraucher:innen die Datenblätter in der jeweiligen Sprache herunterladen können.

 

Automatisiert Produktblätter erstellen? Nichts leichter als das!

Produktdatenblätter sind schlicht, sie glänzen nicht mit ausgefallenen Grafiken, sondern bringen die wichtigsten Produktinformationen klar und deutlich auf den Punkt.

Sie sind ein wichtiges Mittel, um Kund:innen in der letzten Phase der Customer Journey den entscheidenden Impuls zum Kauf zu setzen. Durch ihre Kompaktheit ist die Erstellung für viele Unternehmen mit großen Herausforderungen verbunden – von aktuellen Produktdaten und -informationen bis hin zu kundenindividuellen Datenblättern.

Diese Herausforderungen sind in kurzer Zeit mithilfe einer PIM-Software zu meistern, und zwar indem Sie den Erstellungsprozess automatisieren. Das Beispiel von der ONLINEPRINTERS-Gruppe zeigt: Es ist ganz einfach automatisiert Produktdatenblätter zu erstellen. Mit einem PIM-System als zentrale Datendrehscheibe sorgen Sie mit wenigen Klicks für konsistente Daten, aktuelle und fehlerfreie Produktinformationen in vielen Sprachen und ein übersichtliches Layout.

Gerne zeigen wir Ihnen in einer persönlichen Web-Demo, wie Sie mit Hilfe unserer Software Ihre Produktdatenprozesse optimieren und automatisieren können – persönlich, kostenlos und unverbindlich. Sichern Sie sich jetzt einen Termin.

Autor:
Matthias Gärtner
Projektmanager
ATAMYA

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Content Marketing is King!

Thema Content Marketing: Seit vielen Jahren ist es in aller Munde, doch wer versteht wirklich, worum es bei diesem Prinzip des Online-Marketings genau geht? Was versteht man unter Content-Marketing? Für welche Unternehmen ist es sinnvoll, darauf zurückzugreifen? Welche Kompetenzen werden benötigt und welche Tools unterstützen Sie dabei?

Wenn Sie diese Fragen nicht direkt beantworten konnten, sollten Sie unbedingt weiterlesen. In diesem Blogbeitrag geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick zum Thema Content Marketing und zeigen Ihnen, warum und wie Sie dieses Prinzip effizient in Ihrem Unternehmen umsetzen können. Doch bevor wir tiefer in das Thema einsteigen, klären wir für Sie die wichtigsten Begriffe.

 

Was ist Content?

Unter Content versteht man grundsätzlich verschiedene Arten und Formate von Inhalten, wie etwa Text, Bild, Audio oder Video. Im Marketing ist Content meistens kostenlos und kann in folgende Content-Formate unterteilt werden:

  • Textbasierter Content: Whitepaper, Online-PR, Blogbeiträge, Artikel für Online- und Offline-Magazine, Gastbeiträge, E-Books, Lesetipps, Interviews
  • Audiovisueller Content: Videos, Online-Sessions, Workshops, Social Media-Livestreams, Erklärvideos, Imagevideos
  • Audio-Content: Podcasts, Social Audio
  • Bilder: Fotos, Infografiken, Slideshows
  • Anwendungen: Produkt-Demos, Preisrechner, Produktkonfiguratoren
  • Social-Media-Content: Social-Media-Posts, How-tos, Tutorials, Guides, Stories

💡 Tipp: Sie können Content mehrfach verwenden und in verschiedene Content-Formate umsetzen. Überlegen Sie, wo Sie Ihre Kund:innen am ehesten antreffen – in Social Media, auf Blogs oder Online-Marktplätzen.

Was ist Content Marketing?

Content Marketing bezeichnet die strategische Planung, Erstellung und Verbreitung von Inhalten, um eine vorab definierte Zielgruppe zu erreichen und neue Kund:innen zu gewinnen. Dabei liegt der Fokus nicht auf dem zu vermarktenden Produkt, sondern auf den Nutzer:innen und ihren Anliegen.

Content Marketing ist eine effektive Möglichkeit, um neue Kund:innen zu gewinnen und bestehende an Ihre Marke oder an Ihr Produkt zu binden. Um Content Marketing erfolgreich einzusetzen, spielt die Branche keine Rolle – ob Industrieunternehmen oder mittelständischer Handwerksbetrieb, jede:r kann seine Kundschaft mit passenden Inhalten begeistern. Viel wichtiger ist, dass die Inhalte auf Ihre Kund:innen abgestimmt und relevant sind. Damit steht diese Form des Marketings der klassischen Werbung gegenüber.

 

Ziehen oder drücken? Pull- versus Push-Marketing

Die klassische Werbung läuft meistens nach dem Push-Prinzip. Dabei wird zum Beispiel durch Werbebanner auf das Produkt oder die Dienstleistung aufmerksam gemacht. Der Nachteil des Push-Marketings: Die klassische Werbung verliert zunehmend an Einfluss. Nutzer:innen haben sich an die Flut von Werbebannern gewöhnt, die täglich auf sie einprasseln – sie blenden Werbung vermehrt aus.

Demgegenüber steht das Pull-Marketing. Dabei geht das Interesse von den Nutzer:innen aus. Sie recherchieren und suchen selbst nach relevanten Inhalten und Informationen. Für Unternehmen gilt es, mit zielgruppengerechtem Content Nutzer:innen an diesem Punkt abzuholen und mit ihrem Produkt oder Dienstleistung die passende Lösung anzubieten.

Hier liegt der große Vorteil des Content-Marketings: Es liefert Nutzer:innen genau die Informationen, die sie suchen und bietet ihnen damit einen Mehrwert. Mit smartem Storytelling und einer durchdachten Content-Marketing-Strategie gelingt es Ihnen, nachhaltig auf Ihre Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam zu machen und diese als Lösung zu präsentieren.

 

Der Fokus liegt auf Ihrer Zielgruppe

Bevor es darum geht, sich Gedanken über eine geeignete Strategie oder passende Inhalte zu machen, sollten Sie folgende Frage beantworten können: „Wer sind meine Kund:innen?“ Nur wenn Sie diese Frage beantworten (können), können Sie Nutzer:innen mit relevanten Inhalten fesseln und überzeugen. Je genauer Sie Ihre Zielgruppe definieren und je mehr Sie über sie wissen, desto besser können Sie diese erreichen.

Eine Methode, die Ihnen dabei hilft, ein umfassendes Bild über Ihre Zielgruppe zu erlangen, ist die Erstellung einer Buyer-Persona. Dabei handelt es sich um einen fiktiven Wunschkunden, der stellvertretend für Ihre gesamte Zielgruppe steht.

 

Storytelling: Menschen lieben Geschichten

Nachdem Sie herausgefunden haben, wer Ihre Kund:innen sind und welche Inhalte und Themen relevant für sie sind, können Sie sich nun Gedanken darum machen, „wie“ Sie Ihren Content präsentieren. Das Stichwort lautet: Storytelling. Content muss verständlich, spannend und einprägsam vermittelt werden, um seine Wirkung zu entfalten. Grundsätzlich geht es darum, Konsument:innen eine Geschichte zu erzählen. Denn unser Gehirn kann Informationen in Form einer gut strukturierten Geschichte viel leichter erfassen, verarbeiten und behalten. Beim Storytelling geht es nicht zwingend darum, romanreifen Content zu schaffen. Vielmehr sollten Sie Ihren Inhalten eine Struktur, ein relevantes Thema und eine Leitidee geben. Ziel ist es, Konsument:innen anschaulich zu schildern, warum Ihre Marke oder Ihr Produkt nützlich und gut für sie ist. Egal ob in der Kategorie Mode, Essen, Musik oder Autos, ein Unternehmen möchte in Erinnerung bleiben. Und das soll mit einer Geschichte so lange wie möglich funktionieren.

 

Content Marketing entlang der Customer Journey

Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wo erreichen Sie Ihre Kund:innen und welcher Content ist dabei sinnvoll? Content Marketing zielt darauf ab, Ihren Kund:innen an jedem Touchpoint der Customer Journey mit passenden, maßgeschneiderten Inhalten abzuholen. Diese Touchpoints lassen sich anhand eines Modells aus dem Marketing erläutern: AIDA.

1. Attention (Aufmerksamkeit)
In der Attention-Phase werden Nutzer:innen auf ein Angebot oder ein Produkt aufmerksam. Diese Phase ist sehr unspezifisch, da sich die/der Nutzende noch nicht mit dem Thema Kauf beschäftigt hat. Der optimale Content für diese Phase ist informativ, allgemein und generiert eine hohe Reichweite.

2. Interest (Interesse)
In dieser Phase recherchieren und informieren sich potenzielle Kund:innen. Daher muss hier Content zur Verfügung gestellt werden, der ausführlich und detailliert ist.

3. Desire (Wunsch oder Verlangen)
Wenn sich ein:e Konsument:in ausreichend informiert fühlt, geht es in die Entscheidungsphase. Hier wird nach den passenden Unternehmen und Anbietern gesucht, daher wird hier die Versorgung mit weiterführenden Informationen und einer konkreten Problemlösung notwendig. Der Dialog mit den Kund:innen steht im Vordergrund.

4. Action (Handlung)
In dieser Phase geschieht die Conversion von Leads zu Kund:innen. Bieten Sie hier alle wichtigen Details zum Service nach dem Kauf, Referenzen oder Angebote an.

 

4 Punkte, die Sie im Content Marketing beachten sollten

1. Content Marketing ist ein Prozess, kein einmaliger Vorgang
Es entwickelt sich ständig weiter und sollte stets an die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe angepasst werden.

2. Content Marketing braucht eine Strategie
Ein erfolgreiches Content Marketing beinhaltet eine konkrete Content-Marketing-Strategie. Sie hilft Ihnen dabei, den gewünschten Content umzusetzen und ist das Erste, was Sie erstellen sollten, um Ihre Content-Marketing-Aktivitäten gezielt und systematisch ein- und umzusetzen. Eine Content-Marketing-Strategie verfolgt drei grundsätzliche Ziele:

  • Wie positioniere ich mich als Marke?
  • Wie gewinne ich Kund:innen?
  • Wie halte ich meine Kund:innen und binde sie an mich?

3. Content Marketing repräsentiert Ihr Unternehmen und Ihre Marke
Content Marketing dient dazu, Ihr Unternehmen und Ihre Marke und Werte besser darzustellen. Content Marketing ist außerdem ein Bestandteil der Kommunikationsstrategie, da Sie mit Ihrem Unternehmen nach außen treten. Beachten Sie dabei, dass Ihre Content-Marketing-Strategie sich reibungslos in Ihre gesamte Kommunikationsstrategie integriert, bevor Sie in die Content-Produktion gehen.

4. Content Marketing orientiert sich an der Customer Journey
Content sollte sich stets an den Bedürfnissen Ihrer Kund:innen orientieren. Dafür, wir sagten es bereits, müssen Sie Ihre Zielgruppe genau kennen.

 

Content is King! Und wird es auch bleiben

Denn um Ihr Unternehmen nachhaltig bei Ihrer Zielgruppe zu positionieren und Produkte zu verkaufen, kommen Sie an Content-Marketing nicht vorbei. Gerade im Online-Marketing und beim Thema SEO sind es die Inhalte, die zählen. Denn diese werden von Suchmaschinen wie Google und Co. ausgelesen und bevorzugt.

Guter Content zeichnet sich dadurch aus, dass er Konsument:innen einen echten Mehrwert und konkrete Lösungen bietet. Durch geschicktes Storytelling versorgen Sie Ihre Kund:innen mit relevanten Inhalten an den passenden Touchpoints. Sie lösen die Herausforderungen, mit denen sie zu kämpfen haben, und schaffen es gleichzeitig, von Ihrer Marke, Ihrem Produkt und Ihrem Unternehmen zu überzeugen.

Damit Ihre Produktstrategie mit Content-Marketing von Erfolg gekrönt ist, ist es essenziell, Ihre Kund:innen zu kennen und auf die individuellen Bedürfnisse an den jeweils passenden Touchpoints einzugehen. Das klingt erst einmal nach einer Mammutaufgabe. Aber keine Panik, auch hier gibt es Tools, die Ihre Produktdatenprozesse automatisieren und Ihre Content-Verteilung spielend leicht gestalten.

Mit einem PIM-System sammeln Sie Ihren gesamten Product-Content an einer zentralen Stelle, um diesen dort teamübergreifend zu pflegen und in alle Touchpoints zu verteilen. Auch wenn ein PIM Ihnen nicht die Content-Marketing-Strategie abnimmt, unterstützt es Sie maßgeblich in der Verteilung relevanter Inhalte an die richtige Zielgruppe und gewährleistet konsistente Informationen.

Autorin:
Alina Ilina
Social Media Managerin

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Begeistern Sie Kundinnen und Kunden mit gezielten Empfehlungen

Im stationären Handel sind gute Verkaufskräfte oftmals der große Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Geschäft. Während dort sehr viel Energie in die kontinuierliche Schulung des Einzelnen gelegt wird, ist eine optimale Beratung in vielen Onlineshops noch blanke Theorie. Hier sind Kund:innen häufig auf sich selbst gestellt. Dabei schlummert vor allem im E-Commerce ein großes Potenzial, denn natürlich legen auch hier Kund:innen Wert auf ein positives Einkaufs- und Produkterlebnis. Zwar verfügen mittlerweile fast alle Shopsysteme über entsprechende Filter, sodass Nutzer:innen sich aus der Fülle der Informationen das richtige Produkt herausfiltern können. Was aber immer wieder auf der Strecke bleibt, ist eine Beratung, wie man sie aus stationären Geschäften kennt. Dort können Verkaufskräfte anhand von vergangenen Besuchen bzw. Einkäufen und anhand des angeschauten Produktes sehr gut proaktiv Alternativen und/oder Ergänzungen empfehlen. Das sorgt nicht nur für ein positives Einkaufserlebnis der Kund:innen, sondern auch für mehr Umsatz beim Unternehmen. Aber ist es überhaupt möglich, ein Einkaufserlebnis, das wir aus dem stationären Handel kennen, im Onlinehandel zu bieten? Die Lösung ist, Ihre Kundinnen und Kunden mit dem richtigen Content als gezielte Empfehlung zu bespielen. Kurz gesagt: Recommendation-Marketing ist das Zauberwort. Eine einfache Lösung, dies in die Tat umzusetzen, ist der Einsatz einer Recommendation Engine.

Was ist eine Recommendation Engine?

Eine Recommendation Engine ist ein Werkzeug zur Datenfilterung, das auf Basis von KI-gestützter Algorithmen und Daten zum Verhalten der Verbraucher:innen den Shop-Besucher:innen relevante Artikel empfiehlt.

Alles Geschmackssache? Punkten Sie mit relevanten Inhalten

An verschiedenen Stellen im Shop werden allen Kundinnen und Kunden weitere Artikel angezeigt. Dabei ist die Relevanz der entscheidende Faktor. Nur wenn die dort angezeigten Produkte auch den Geschmack der Besucher:innen treffen, besteht die Möglichkeit, dass diese auch gekauft werden. Genau hier zeigen sich die Vorteile einer guten Recommendation Engine. Auch wenn mittlerweile nahezu jedes Shopsystem irgendwelche Empfehlungen anzeigen kann, sind diese aufgrund der fehlenden Datenbasis oftmals nicht relevant und verfehlen dadurch ihre Wirkung. Oft sorgen schlechte Empfehlungen sogar für Frust und damit für Kaufabbrüche. Ein klassisches Beispiel dafür sind Empfehlungen, die nicht mehr in der passenden Größe verfügbar sind. Solche Empfehlungen schaden mehr, als dass sie nützen.

Recommendations tragen Überschriften wie „das könnte Ihnen auch gefallen“, oder „andere kauften auch“. Während diese Überschriften in vielen Fällen gar nicht mehr wahrgenommen werden, spielt der Inhalt eine wichtige Rolle. Dieser muss passen, um die Kaufwahrscheinlichkeit und somit den Umsatz im Shop zu erhöhen. Die Frage, was ein passender Inhalt ist, kann nicht einfach und schon gar nicht pauschal beantwortet werden. Jeder Mensch hat andere Vorlieben und erachtet demzufolge unterschiedliche Artikel als relevant.

 

Personalisierter Content is King

Um das Passende anzuzeigen, müssen Informationen über die Bewegungen der Nutzer:innen und idealerweise über vorherige Aktionen vorliegen. Je mehr Sie über die Besucher:innen wissen, desto besser kann der jeweilige Inhalt personalisiert werden. Im Grunde können Sie dabei zwischen zwei Grundstrategien wählen, die bei einer guten Recommendation auch miteinander kombiniert werden können.

1. Die Recommendation Engine nutzt Informationen über User:innen

Bei jedem einzelnen Besuch hinterlassen Verbraucher:innen Spuren, die für eine präzise Produktempfehlung genutzt werden können. So können Informationen wie zum Beispiel was in der Vergangenheit angeschaut, in den Warenkorb gelegt und schließlich gekauft wurde, direkt in Empfehlungen verarbeitet werden. Wie diese Daten dann genutzt werden, hängt von dem Sortiment im jeweiligen Shop ab. Während es bei Verbrauchsartikeln sinnvoll ist, dass die bereits gekauften bei einem weiteren Besuch nochmal angezeigt werden, sollten diese bei Gebrauchsartikeln wie zum Beispiel Modebekleidung besser ausgeschlossen werden. Die Königsdisziplin ist jedoch, aus Vergangenheitsdaten die Zukunft zu prognostizieren. Mithilfe von Predictive Analytics können diese Daten genutzt werden um daraus sogenannte NBO (Next Best Offer) zu berechnen.

Ein mathematisches Modell analysiert dabei eine Vielzahl von vergangenen Sessions, um zu prognostizieren, was wahrscheinlich als Nächstes gekauft werden wird. Dabei können nicht nur passende Produkte, sondern auch Kategorien oder redaktionelle Artikel aus dem Content-Marketing angezeigt werden, um ein optimales Onlineshopping-Erlebnis zu schaffen. Der Datenschutz sieht vor, dass für diese Art der Personalisierung eine Einwilligung der jeweiligen Person, die den Shop besucht hat, vorliegen muss. Diese Einwilligung kann über das Standard-Cookie-Banner erfolgen, das sowieso in jedem Shop im Einsatz ist.

2. Rückschlüsse auf den Bedarf auf Basis der im Moment angeschauten Artikel

Ist zum Beispiel jemand auf der Produktdetailseite einer Bohrmaschine, können über die Empfehlungen zum einen andere Bohrmaschinen mit ähnlichen Eigenschaften, zum anderen ergänzende Produkte angezeigt werden. Beides sorgt bei Kund:innen für höhere Zufriedenheit und für mehr Umsatz in Ihrem Unternehmen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn zum Beispiel Zugriffe direkt über Google oder andere Suchmaschinen erfolgen und noch keine weiteren Informationen über die Nutzer:innen vorliegen.

Für optimalen Erfolg sollten beide Regeltypen im Shop miteinander kombiniert werden. So können den Nutzer:innen auf der Produktdetailseite passende Artikel zu dem Produkt angezeigt werden, bei dem die bereits gekauften Artikel ausgeschlossen sind oder das NBO-Produkt aus dieser Kategorie bevorzugt wird. Weitere Faktoren, wie zum Beispiel der Lagerbestand oder die Marge, können dabei in die Regel mit einfließen.

 

Daten sind das A und O

Je mehr Informationen über die Besucher:innen vorliegen, desto besser und präziser sind die Empfehlungen. Auch Bewegungsdaten, wie zum Beispiel Informationen darüber, welche Artikel angeschaut, in den Warenkorb gelegt und gekauft wurden, werden dabei von der Engine erfasst. Diese werden entweder direkt verwendet oder die Recommendation Engine berechnet daraus über künstliche Intelligenz diejenigen Produkte, bei denen die Kaufwahrscheinlichkeit am höchsten ist.

Die optimale Regel oder das optimale Vorgehen im Sinne von „one size fits all“ existiert nicht. Die Regelwerke und somit die Empfehlungen müssen zur Situation der Nutzer:innen passen und je nach Phase innerhalb der Customer Journey angepasst werden. Schaut sich ein Besucher oder eine Besucherin bereits ein konkretes Produkt an, müssen die Empfehlungen das berücksichtigen.

In allen Fällen kann eine Recommendation Engine nicht nur helfen, den Umsatz in Ihrem Unternehmen zu steigern, sondern auch dabei, Kundenströme dahin zu lenken, wo diese für Sie, Ihren Shop und Ihr Unternehmen den größten Nutzen haben. Die Bevorzugung von margenstarken Produkten oder der Abverkauf von Ladenhütern sind hierbei zwei weitere Beispiele, wie gezielte Empfehlungen Ihr Online-Marketing und die Umsätze Ihres Unternehmens per Knopfdruck unterstützen. Und damit das reibungslos funktioniert, sind konsistente Daten ein absolutes Muss. Stellen Sie sich vor, Sie müssten versuchen, alle Bewegungsdaten Ihrer Kund:innen sowie alle Produktdaten manuell zusammenzusuchen, um diese in die vorgesehenen Kanäle zu verteilen. Dies ist nicht möglich. Um Ihre Daten ressourcenschonend auf Vordermann zu bringen lohnt sich die Überlegung, ein PIM einzusetzen. Ein PIM-System fungiert wie eine zentrale Datendrehscheibe für Ihren gesamten Product Content. Gesammelt und zentriert ist es dann ein Leichtes, teamübergreifend an den Daten zu arbeiten und diese in die notwendigen Kanäle zu verteilen. Sie sehen, mehr Umsätze zu generieren und Ihr Online-Marketing und Produktmanagement zu optimieren muss kein Hexenwerk sein, wenn wir die Möglichkeiten der Digitalisierung smart nutzen und richtig ausschöpfen.

Autor:
Markus Bückle
Customer Success Director bei DYMATRIX

Fehlerfreie Produktdaten sind kein Zufall

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So verkauft sich Ihr Produkt (fast) wie von selbst

Durch die digitale Transformation entstehen immer wieder neue Herausforderungen, denen sich Unternehmen im Allgemeinen und Marketing-Abteilungen im Speziellen stellen müssen. Dazu gehört die immer größer werdende Anzahl an Vertriebs- und Kommunikationskanälen, wie Social Media, oder auch neue Technologien, wie zum Beispiel Augmented Reality. Wie Sie diese Herausforderungen meistern, erfahren Sie in diesem Beitrag. Wir zeigen Ihnen nützliche Tipps, wie Sie Ihre Produktkommunikation im Handumdrehen optimieren und auf das nächste Level bringen. Doch bevor wir den Deep Dive in das Thema wagen, schauen wir uns doch mal an, was Produktkommunikation überhaupt bedeutet.

Was bedeutet Produktkommunikation?
Produktkommunikation ist die strukturierte Aufbereitung, Anreicherung und Verbreitung von produktrelevanten Informationen. Dazu zählen u. a. die Beschreibung, Preise, technische Merkmale, Bilder, Videos und Bauanleitungen.

Warum Produktkommunikation so wichtig ist

Eine starke Produktkommunikation ist das A und O, wenn es um Ihre Wettbewerbsfähigkeit geht. Warum? Weil eine zielgerichtete und smarte Produktkommunikation die richtigen Botschaften und den Mehrwert Ihres Produkts direkt an die richtige Zielgruppe vermittelt. Eine erfolgreiche Produktkommunikation zeichnet sich dadurch aus, die relevanten Inhalte zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und in der richtigen Qualität zu platzieren. Denn nur so können Sie Ihre Zielgruppe zum Kauf überzeugen, Umsatz generieren und Ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Klingt logisch und einfach, oder? Doch für viele Unternehmen ist es eine große Herausforderung, den Mehrwert ihres Produkts auf den Punkt zu kommunizieren.

Allein auf Grundlage von elementaren Informationen, wie Produktnamen, Inhaltsbeschreibung und Artikelnummer lassen sich anspruchsvolle Verbraucher:innen noch nicht überzeugen. Um Ihr Produkt richtig schmackhaft zu machen und im besten Licht zu präsentieren, dürfen Produktbilder und im Idealfall Produktvideos nicht fehlen. So weit so gut, aber werden wir mal etwas konkreter: Was können Sie tun, um mit Ihrer Produktkommunikation zu begeistern?

 

Tipp 1: Behalten Sie Ihre Zielgruppe im Blick

Richten Sie Ihre gesamte Produktkommunikation konsequent an Ihrer Zielgruppe aus.
Fokussieren Sie sich dabei auf folgende Fragen:

  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
  • Wo ist Ihre Zielgruppe zu finden?
  • Welche Bedürfnisse hat die Zielgruppe?
  • Wie und mit welchen Themen erreichen Sie Ihre potenziellen Kund:innen?

Diese Fragen müssen Sie zunächst beantworten, um aus unbekannten User:innen Kund:innen zu machen. Um sich ein genaues Bild Ihrer Zielgruppe zu machen, hilft die Erstellung einer Buyer Persona. Hierbei lernen Sie Ihre potenziellen Kund:innen richtig kennen. Nur so wissen Sie, wo sie sich aufhalten und wie Sie diese am besten ansprechen. So ist zum Beispiel nicht jeder Vertriebs- und Kommunikationskanal für Ihr Unternehmen relevant. Wieso sollten Sie zum Beispiel einen Snapchat-Kanal mit Content bespielen, wenn Ihre Zielgruppe dort gar nicht zu finden ist? Sparen Sie daher Zeit und Geld und fokussieren Sie sich auf die wirklich relevanten Kanäle.

 

Tipp 2: Stellen Sie den Kund:innennutzen heraus

Der wichtigste Punkt in Ihrer Kommunikation mit Ihren Kund:innen ist es, den Produktvorteil klar herauszustellen und zu kommunizieren. Warum sollten potenzielle Kund:innen bei Ihnen kaufen, warum ist Ihre Lösung die beste und nicht die Ihrer Wettbewerber:innen? Fokussieren Sie sich immer auf den Mehrwert Ihres Produkts und machen Sie den Produktnutzen für Ihre Kund:innen greifbar. Der Produktnutzen sollte auf den ersten Blick ersichtlich sein. Bedenken Sie: Menschen suchen immer nach passenden Lösungen.

Gerade bei technischen oder komplexen Produkten ist dies keine einfache Aufgabe. Versuchen Sie Ihre Kund:innen emotional mitzunehmen und für sie eine relevante Product-Experience zu erzeugen.

 

Tipp 3: Gutes Content-Marketing und Storytelling nicht vergessen

Eine gute Geschichte ist Gold wert. Vor allem, wenn es darum geht, aus der Masse hervorzustechen und sich mit gutem Content von den Mitbewerber:innen abzusetzen.

Gerade in der heutigen Zeit, wo Produkte online schnell vergleichbar sind und es häufig nur noch um den Preis geht, gilt es einen Mehrwert zu schaffen. Smartes Storytelling, das Sie digital auch gut mit Video-Formaten unterstützen können, hilft Ihnen dabei, sich als Marke gezielt zu positionieren und Ihre Zielgruppe für sich zu gewinnen. Kreieren Sie einzigartige Inhalte, die auch jenseits des Produkts liegen können, wie zum Beispiel mit Rezepten, Anwendungsmöglichkeiten und Tipps. So bietet Juwelier Christ neben emotionalen Beschreibungen sowie technischen Details auch Pflegetipps auf der Website, unter dem Kund:innen Hinweise und Tipps zur Pflege des gekauften Schmucks nachlesen können.

Auf diese Weise bietet Christ seinen Kund:innen einen Mehrwert und schafft gleichzeitig die Möglichkeit, zusätzlichen Umsatz mit dem Verkauf von Zubehör zu generieren.

 

Tipp 4: Daten sind das A und O. Pflegen Sie Ihre Produktdaten!

Kennen Sie das? Produktdaten müssen ständig mühsam zusammengesucht werden – die einen sind in einer Excel-Tabelle, andere sind in einem PDF-Dokument gespeichert und um an alles heranzukommen müssen Sie sich durch zig Abteilungen oder Teams durchfragen. Das ist pures Gift für eine erfolgreiche Produktkommunikation.

Denn nur, wenn Sie Ihre Daten im Griff haben, schaffen Sie es dauerhaft widerspruchsfreie Botschaften an Ihre Zielgruppe auszurichten. Produktkommunikation ist eine strukturierte Aufbereitung und Verbreitung produkt- und zielgruppenrelevanter Informationen. Wenn fehlerhafte Produktinformationen auf die Marktplätze gelangen, kann dies fatale Folgen haben: Kund:innen verlieren das Vertrauen in Ihre Marke und das führt zu Umsatzeinbußen. Es ist daher elementar wichtig, Ihre vorhandenen Produktinformationen und Daten optimal zu nutzen, um mit einer konsistenten Botschaft an Ihre Zielgruppe heranzutreten. Häufig ist dies eine der größten Herausforderungen von Unternehmen, da die Informationen nur dezentral zur Verfügung stehen. Dabei liegt die Lösung auf der Hand.

 

Tipp 5: Setzen Sie auf die richtige Technologie

Ohne Software geht heutzutage nichts. Das ist auch bei der Produktkommunikation der Fall. Um geordnete Daten zu erhalten, mit denen Sie effizient arbeiten können, benötigen Sie entsprechende Systeme. Für Ihre Kund:innendaten ist das ein CRM-System und für Ihre Produktdaten benötigen Sie ein Product Information Management System, kurz PIM-System.

Mit einem PIM sind Sie in der Lage, Ihre Produktdaten zentral an einem Ort zu verwalten mit Informationen und Medien Assets anzureichern und anschließend in die verschiedenen Vertriebskanäle zu verteilen. So behalten Sie all Ihre Produktdaten optimal im Blick, erhöhen Ihre Datenqualität und schaffen die Basis für eine erfolgreich Produktkommunikation. Darüber hinaus hilft ein PIM Ihnen, indem es eine kanal- und zielgruppenspezifische Kund:innenansprache ermöglicht, Ihr Time to Market deutlich verkürzt und Ihre Retouren durch bessere Produktbeschreibungen deutlich minimiert.

 

Die Daten sind die Basis

Eine erfolgreiche Produktkommunikation ist kein Hexenwerk, erfordert allerdings ein wenig Vorarbeit an Ihren Produktdaten. Mit den richtigen Tools zur Unterstützung ist das glücklicherweise kein Problem. Tools sind dazu da, Sie zu unterstützen, nutzen Sie dies. Denn mit dem smarten Einsatz der richtigen Tools und Software werden Sie noch effizienter im Arbeitsalltag, Sie schonen wertvolle zeitliche und personelle Ressourcen und können sich endlich auf die wichtigen Dinge fokussieren – auf Ihre Kund:innen.

Nur aus einer zentralen und intelligenten Datenbasis lässt sich der Content kreieren, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Qualität ausgespielt werden kann. Genau dort setzten wir mit unserer PIM-Software ATAMYA Product Cloud an. Sie sind daran interessiert zu erfahren, wie Sie mit unserer Software Ihre Produktkommunikation auf das nächste Level bringen? Worauf warten Sie noch? Überzeugen Sie sich selbst und vereinbaren Sie gleich einen unverbindlichen DEMO-Termin.

Autor:
Sebastian Faber
Senior Digital Performance & Marketing Operations Manager
ATAMYA

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Die Kraft überzeugender Produkt­beschreibungen

„Produktbeschreibungen sind öde und unwichtig. Wer liest schon wirklich die Texte auf Ihren Produktseiten? Es gibt so viele andere Dinge, die auf einer Website im Hinblick auf die Optimierung der Konversionsrate zu tun sind, dass eine Produktbeschreibung nicht wirklich einen Einfluss auf den Verkauf haben kann.“ Richtig? Falsch!

Wussten Sie, dass smarte Produktbeschreibungen mit passendem Inhalt und den richtigen Informationen die Conversion-Rate um 57 Prozent steigern können? Oder, dass jede sechste Bestellung retourniert wird, überdies falsche oder schlechte Produktbeschreibungen für 30 Prozent der Retouren verantwortlich sind? (Quelle: https://de.ax-semantics.com/)

Kurzum: Produktbeschreibungen sind wichtig, vor allem im E-Commerce. Sie wollen wissen, was gute Produktbeschreibungen ausmacht, wie Sie diese erstellen und welche Fehler Sie ganz einfach vermeiden können? Dann sollten Sie jetzt weiterlesen.

 

Was beinhaltet eine überzeugende Produktbeschreibung?

Bevor wir tiefer in das Thema Produktbeschreibungen eintauchen, sollten wir erstmal einen gemeinsamen Nenner in Sachen Begriffe schaffen:

Eine Produktbeschreibung ist weitaus mehr als eine Aneinanderreihung von harten Fakten. Sie ist der Marketingtext, der das Produkt erklärt und beschreibt, warum es sich lohnt, es zu kaufen. Der Zweck einer Produktbeschreibung ist es, Kundinnen und Kunden mit wichtigen Informationen über die Merkmale und Vorteile des Produkts zu versorgen und deren Vertrauen in Ihr Produkt und Ihren Onlineshop zu stärken. Eine klassische Produktbeschreibung hat einen strukturierten Aufbau:

  • Überschrift: Zeigen Sie, was Sie haben – in der Überschrift nennen Sie das Produkt.
  • Teaser: Im Teaser beschreiben Sie kurz und knapp, wieso potenzielle Kundinnen und Kunden Ihr Produkt kaufen sollten. Hier ist Platz für die wichtigsten Informationen über Ihr Produkt inklusive SEO-relevanter Keywords. Denn die schönste Produktbeschreibung und das beste Produkt nützt nichts, wenn es von Suchmaschinen nicht gefunden wird.
  • Beschreibung: Werden Sie kreativ. Im Beschreibungstext sollten Sie die potenziellen Käufer und Käuferinnen verführen. Zeigen Sie die Vorzüge Ihres Produkts auf, achten Sie auf die richtige Zielgruppenansprache und überzeugen Sie Ihre Kund:innen zum Kauf.
  • Hard Facts: Auch wichtige Produkteigenschaften müssen ihren Platz in der Produktbeschreibung finden. Erstellen Sie eine Tabelle oder formulieren Sie in knappen Stichpunkten technische Details und die wichtigsten Fakten zu Ihrem Produkt, wie zum Beispiel Größe, Material, Farbe etc. Geben Sie Ihren Kund:innen alle relevanten Informationen auf den ersten Blick.
  • Call to Action: Vergessen Sie nicht, CTAs einzubinden. Diese erleichtern Ihren Kund:innen den Einkauf und navigieren sie zum Kaufabschluss.

Jetzt, wo der Aufbau klar ist, kann doch beim Erstellen einer Produktbeschreibung nichts mehr schief gehen, oder? Und ob. Unternehmer:innen machen nämlich häufig die gleichen Fehler bei ihren Produktbeschreibungen.

 

Die No-Gos für Produkt­beschreibungen: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

1. Das Offensichtliche beschreiben

Inhaber:innen von E-Commerce-Unternehmen und Vermarkter:innen sind gleichermaßen anfällig für einen häufigen Fehler beim Verfassen von Texten (selbst professionelle Texter:innen machen ihn manchmal): Einfach nur das zu beschreiben, was der Kunde bzw. die Kundin auf dem Bild ohnehin sieht. Warum ist das falsch? Weil gute Produktbeschreibungen Ihre Produktseiten ergänzen müssen, indem sie Ihre Produkte an echte Menschen verkaufen, und nicht nur als hintergründige Informationslieferanten für Suchmaschinen dienen (obwohl SEO natürlich nicht zu kurz kommen darf).

2. Die Zielgruppe ignorieren

Halten Sie sich immer vor Augen, für wen Sie schreiben: Ihre Produktbeschreibung sollte konsequent an Ihrer Zielgruppe ausgerichtet sein. Erst mit der passenden Zielgruppenansprache können Sie sich sicher sein, dass Ihre Kund:innen die Informationen erhalten, die Ihnen den letzten Anstoß geben, um den Artikel in den Warenkorb zu legen.

Versetzen Sie sich in Ihre Zielgruppe hinein und lernen Sie Ihre Kunden kennen, indem Sie eine Buyer Persona erstellen oder Ihre Feedbackdaten zum Beispiel aus Google Analytics analysieren. Danach können Sie sich an das Schreiben der Texte machen. Diese sollten aussagekräftig sein, Lösungen bieten und Fragen beantworten, die Kunden zu Ihren Produkten haben. An folgenden Fragen können Sie sich orientieren:

  • Wer ist Ihr Kunde bzw. Ihre Kundin?
  • Welche Probleme werden mit Ihrem Produkt gelöst?
  • Welchen Nutzen haben die Kundinnen und Kunden von Ihrem Produkt?
  • Was macht es besser als die Konkurrenz?

3. Leere Worthülsen

„Ein erstklassiges Top-Angebot zum absoluten Spitzenpreis“ – Wie oft haben Sie diesen Satz schon gesehen? Genau, viel zu oft. Begriffe wie „Spitzenpreis“ „Top-Angebot“ sind einfach ausgereizt und haben ihre Wirkung verloren. Vermeiden Sie in Ihrer Beschreibung leere Worthülsen und Füllwörter. Denn diese erschweren nur das Lesen und haben keinen relevanten Nutzen für Ihre Kund:innen. Setzen Sie lieber auf einzigartigen Content, der Ihre Kund:innen begeistert und von Ihrem Produkt überzeugt.

4. Fakten, Fakten, Fakten

Unternehmer:innen machen beim Verfassen von Produktbeschreibungen oft den Fehler, nur die Produktmerkmale aufzulisten. Wie sollen Kund:innen von einem Produkt überzeugt werden, wenn Sie Ihnen nicht sagen, inwieweit das Produkt ihnen hilft? Das kann fatale Folgen für Ihre Umsätze haben – denn wenn Kund:innen sich nicht abgeholt fühlen, kaufen Sie Ihr Produkt nicht, sei es noch so gut. Es hilft ungemein, wenn Sie sich vorstellen, wie man das Produkt persönlich im Geschäft verkaufen würde. Versuchen Sie die Unterhaltung, die Sie im Laden führen würden, auch in Ihren Text zu stecken. Dieser sollte mehr enthalten als bloße Zahlen und Fakten zum jeweiligen Artikel. Denn neben der Aufzählung von Informationen kommt es vor allem darauf an, das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in das Produkt und den Onlineshop zu stärken.

5. Fehlerhafte Texte und falsche Informationen

Last but not least: Achten Sie darauf, dass Ihre Produktinformationen konsistent sind. Stellen Sie sich einmal vor, Sie wollen ein Produkt kaufen, die Informationen und Beschreibungen sind aber fehlerhaft, unpassend und widersprüchlich. Klicken Sie dann noch auf den Kaufen-Button? Nein, denn fehlerhafte Produktinformationen vermitteln einen unseriösen Eindruck. Gut, dass sich diese Stolperfalle leicht vermeiden lässt – mit ein bisschen Arbeit an Ihren Produktdaten. Diese sind das Fundament einer jeden Produktbeschreibungen. Sind Ihre Daten gut gepflegt, kann Ihnen ein solcher Fauxpas nicht passieren. Eine zentrale Datenverarbeitung mit einem PIM ist dafür die optimale Lösung.

 

Wozu die Mühe?

Und nun Hand aufs Herz: Wie sehen die Produktbeschreibungen für potenzielle Kundinnen und Kunden in Ihrem Shop aus? Präsentieren sie das, was ohnehin auf den Abbildungen zu sehen ist oder bieten sie einzigartigen Content mit einem Mehrwert für Ihre Kund:innen? Die Ansprüche der Käufer und Käuferinnen steigen und simple Beschreibungen des Produktes reichen nicht mehr. Wer gute Produktbeschreibungen verfasst, weckt die Begehrlichkeit, macht Lust auf das Produkt und erhöht die Conversion Rate des eigenen Onlineshops.

Eine gut formulierte Produktbeschreibung bringt Käufer:innen durch Ihren Konversionstrichter. Mit ein wenig Kreativität werden Ihre Produktseiten sofort überzeugender und führen zu mehr Konversionen bei Gelegenheitskäufern. Aber wie genau schreibt man nun diese ideale Produktbeschreibung? Gibt es Tools und Vorlagen, die hilfreich sind? Das erfahren Sie in unserem kostenlosen Whitepaper.

Autorin:
Anja Missenberger
Head of Marketing bei carmasec

Informationen zur Autorin

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