Whitepaper
Digitalisieren Sie Ihre Produktdaten
In unserem Whitepaper verraten wir, wie Sie mit einem PIM-System schnell von manuellen Prozessen zu smarten Workflows kommen – verständlich, konkret und direkt umsetzbar.

Marko Stuka
09 / 03 / 26·7 Min Lesen
Datenmanagement
Es beginnt meist harmlos: Ein neues Produkt soll live gehen. Marketing wartet auf die Inhalte. E-Commerce braucht Bilder und Attribute. Der Vertrieb fragt nach Spezifikationen. Die IT prüft Schnittstellen. Und irgendwo dazwischen liegt eine Excel-Datei mit dem aktuellen Stand – vermutlich Version 17. Was hier sichtbar wird, ist kein operatives Problem. Es ist ein strukturelles. Produktdaten sind längst kein Backend-Thema mehr. Sie sind die Infrastruktur digitaler Wertschöpfung.
Das eigentliche Problem ist dabei selten die Menge der Daten, sondern der Zugang zu ihnen. In vielen Unternehmen sind Produktinformationen in Silos organisiert: Nur wenige Spezialist:innen verwalten sie, während alle anderen Teams auf Freigaben, Rückfragen oder manuelle Übergaben angewiesen sind.
Will man heute skalieren, internationalisieren und Omnichannel ernsthaft betreiben, braucht es mehr als ein PIM-System. Es braucht eine Organisation, in der Produktinformationen nicht in einzelnen Abteilungen verborgen sind, sondern für alle relevanten Rollen strukturiert zugänglich werden. Genau hier beginnt Datendemokratisierung im Product Information Management. Und diese ist keine Komfortfunktion, sondern eine strategische Antwort auf exponentiell wachsende Komplexität.
Der Begriff beschreibt einen grundlegenden Wandel im Umgang mit Produktinformationen: Weg vom Expertensystem, das nur wenige bedienen können, hin zu einer Plattform, auf der viele Teams strukturiert zusammenarbeiten. Produktdaten werden damit zu einer gemeinsamen Ressource statt zu einem isolierten Spezialistenthema.
Jede relevante Rolle im Unternehmen kann Produktinformationen innerhalb klar definierter Leitplanken eigenständig nutzen und bearbeiten. Das Prinzip dahinter nennt sich Governed Autonomy: Self-Service ja, aber mit Rollen, Rechten, Workflows und Qualitätsregeln. Je mehr Menschen mit Produktdaten arbeiten, desto wichtiger werden strukturierte Prozesse. Demokratisierung ohne Governance erzeugt Chaos. Governance ohne Zugänglichkeit erzeugt Stillstand. Genau hier wird ein modernes PIM strategisch relevant.
Der Markt bewegt sich schneller als viele Datenmodelle und zudem gleichzeitig in verschiedene Richtungen. Und je komplexer die Märkte werden, desto wichtiger wird der Zugang zu den Produktinformationen.
E-Commerce, Marktplätze, Social Commerce, B2B-Portale: Produktinformationen müssen kontextbezogen, sprachlich angepasst und kanaloptimiert ausgespielt werden. Marketing erwartet zentrale Produktinformationen und flexible Multichannel-Unterstützung. Jeder zusätzliche Kanal multipliziert die Anforderungen an Struktur und Konsistenz. Wenn Produktdaten jedoch nur von wenigen Spezialist:innen gepflegt werden können, wird jeder neue Kanal automatisch zum Engpass. Datendemokratisierung löst genau dieses Problem: Sie verteilt Verantwortung für Produktinformationen auf die Teams, die sie tatsächlich nutzen.
Unstrukturierte Datenmengen, manuelle Prozesse und fehlende Governance bremsen Effizienz. Produktdaten müssen analysierbar, strukturiert und konsistent sein – nicht nur verfügbar. Verfügbarkeit ohne Verlässlichkeit ist kein Wettbewerbsvorteil.
Geschäftsführungen erwarten Prozessvereinfachung, Effizienzsteigerung und einen positiven Kosten-Nutzen-Effekt durch digitale Systeme. Produktdaten sind dabei kein Nebenschauplatz. Sie sind Infrastruktur für skalierbares Wachstum. Wenn jede Produktinformation über wenige Expert:innen laufen muss, entsteht automatisch ein Skalierungsproblem. Datendemokratisierung löst diesen Flaschenhals.
Klassisches Product Information Management war häufig ein Spezialistentool. Moderne Anforderungen von heute verlangen aber kein Tool, das nur wenige bedienen können, sondern eine Plattform, die jede:r im Unternehmen gerne nutzt. Genau diese Transformation beschreibt Datendemokratisierung im PIM: Produktdaten werden von einem operativen Spezialistenthema zu einer gemeinsamen Arbeitsgrundlage für Produktmanagement, Marketing, Commerce und IT.
Ein PIM-System muss heute:
Das ist kein technischer Luxus. Das ist die Grundlage, damit Produktdaten nicht zum Bottleneck werden.
Moderne Architekturprinzipien wie MACH (Microservices, API-first, Cloud-native, Headless) fördern modulare und anpassbare Systeme. (Quelle: MACH Alliance, MACH Explained). Diese Architekturprinzipien sind nicht nur ein technisches Detail. Sie sind die technische Grundlage dafür, dass Datendemokratisierung überhaupt funktionieren kann. Denn nur wenn Systeme offen, flexibel und integrierbar sind, können verschiedene Teams gleichzeitig und strukturiert mit Produktinformationen arbeiten.
Für Unternehmen bedeutet das: Produktinformationen sind nicht länger in monolithischen Systemen eingeschlossen, sondern werden flexibel in Commerce-Plattformen, Publishing-Tools und weitere Systeme integriert.
ATAMYA wurde von Grund auf als Cloud-native Plattform nach MACH-Prinzipien entwickelt. Die modulare Architektur auf Basis von Microservices ermöglicht technische Skalierbarkeit und hohe Wartbarkeit.
Warum das für Wachstum relevant ist? Weil Systeme, die blockieren, Skalierung verhindern.
Wenn Produktdaten zentral strukturiert und gleichzeitig dezentral nutzbar sind, entstehen messbare Effekte:
Die Produktdaten werden vom Engpass zur Wachstumsplattform. ATAMYA verfolgt dabei einen bewusst minimalistischen, klaren Usability-Ansatz, um Komplexität zu reduzieren und Business-User zu befähigen. Denn Demokratisierung funktioniert nur, wenn das System sich einfach anfühlt und von allen gerne genutzt wird.
Viele Unternehmen versuchen, Wachstum über neue Kanäle, Märkte oder Produktlinien zu generieren, ohne ihre Datenbasis grundlegend zu verändern. Das funktioniert kurzfristig. Langfristig entsteht operative Komplexität, die immer weiter wächst.
Ein Beispiel: Der Digitale Produktpass kann produktbezogen Informationen zur Herkunft, zu Materialien oder zur Lieferkette erfordern. Die Frage „Wo wurde mein T-Shirt produziert?“ darf keine Einzelperson beantworten müssen. Wissen darf nicht personengebunden sein. Denn wenn diese Einzelperson erkrankt oder das Unternehmen verlässt, beginnt die Suche. Wer könnte das noch wissen? In welcher Exceltabelle könnten wir diese Information finden? Und mit jeder manuellen Übergabe steigt das Risiko von Inkonsistenz.
Datendemokratisierung verhindert genau diese Abhängigkeiten. Denn Produktwissen darf kein Insider-Privileg sein. Es braucht eine Single Source of Truth, das heißt, einen zentralen Ort, an dem Produktinformationen strukturiert, nachvollziehbar und für alle relevanten Rollen zugänglich sind.
Und das gilt nicht nur für „harte“ Stammdaten. Wer heute verkauft, verkauft nicht nur Maße, Materialien und Artikelnummern. Er verkauft eine Geschichte.
Wenn diese Story konsistent ist, entsteht Vertrauen. Wenn sie widersprüchlich ist, entsteht Zweifel. Konsistenz verkauft!
Datendemokratisierung im PIM bedeutet deshalb nicht nur bessere Datenpflege. Sie bedeutet die Fähigkeit, eine konsistente, glaubwürdige Produktgeschichte über alle Touchpoints hinweg zu erzählen – mit klaren Regeln, klaren Prozessen und klarer Zuständigkeit.
Nicht mehr:
„Wer hat die Information gerade?“
Sondern:
„Wo ist sie strukturiert hinterlegt und wer darf sie in welchem Kontext nutzen?“
Während der Markt viel über KI spricht, liegt der eigentliche Hebel für Skalierung oft woanders: in strukturierten Datenmodellen, definierten Rollen- und Rechtekonzepten und automatisierten Workflows. Erst wenn diese Basis steht, entsteht echte Geschwindigkeit. Und Geschwindigkeit ist die Voraussetzung für Wachstum.
Product Information Management ist heute keine reine Verwaltungsaufgabe mehr. Es ist eine strategische Fähigkeit, die darüber entscheidet, wie schnell, konsistent und glaubwürdig ein Unternehmen am Markt agieren kann.
Datendemokratisierung im PIM bedeutet:
Datendemokratisierung wirkt nicht in einer Abteilung. Sie wirkt auf Architektur, Prozesse und Ergebnis zugleich. Sie entlastet IT, beschleunigt Commerce und macht Wachstum berechenbar.
Die ATAMYA Product Cloud wurde genau mit diesem Anspruch entwickelt: Cloud-native, API-first, modular aufgebaut und aus Anwenderperspektive gedacht. Dabei ist der Einstieg bewusst einfach gehalten: Unternehmen können schnell starten und ihre Produktdatenprozesse Schritt für Schritt erweitern, während ihre Anforderungen wachsen.
So wird das PIM zur Plattform, die mit dem Unternehmen mitwächst. Damit Produktdaten nicht nur verwaltet, sondern strategisch genutzt werden. Wachstum braucht mehr als neue Kanäle. Wachstum braucht Struktur. Und Struktur beginnt bei Ihren Produktdaten. Denn am Ende ist es so: Wer Produktdaten nicht demokratisiert, skaliert Komplexität und nicht den Umsatz.
Autor:
Marko Stuka
Senior Sales Manager
ATAMYA
Whitepaper
Digitalisieren Sie Ihre Produktdaten
In unserem Whitepaper verraten wir, wie Sie mit einem PIM-System schnell von manuellen Prozessen zu smarten Workflows kommen – verständlich, konkret und direkt umsetzbar.

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